Geschichte

Bartholomäberg

Die Gemeinde Bartholomäberg ist eine alte Bergbausiedlung auf breitem, sonnigem Berghang, mit Einzelgehöften, stark verstreut, zum Kirchenpatron des Hl. Bartholomäus benannt. Ehedem durch den abgewanderten Namen des Bergbaubezirkes, dem heutigen Montafon ersetzt. Mundartlich "Bärg" genannt. Der frühere Bergname und heutige Talname hat besonders viele Ausdeutungen gefunden: Vorderberg, Berg vorne, Tobelberg, Lochberg, Berg mit vielen Gräben.

Die Deutung aus rätorom. munt tovun "Grubenberg oder durchlöcherter Berg" dürfte nach wie vor die treffendste sein. Urkundlich: 1260 Muntavun, 1305 Muntafun, 1319 argentifodina seu mons dictus Montafune, 1332 Muntafune. Besonders in der Urkunde von 1319 ist "Montafon" eindeutig als Bezeichnung eines Berges verstanden worden. Ortsteil "Lutt", am Außerberg gelegen, Parzelle "Gantschier" (Außer- und Innergantschier, neues Siedlungszentrum mit Kirche, Schule und Kindergarten), ehemals bedeutete dies feuchte Auniederung, Austeilung der Au ca. 15. Jh. in streifenförige Parzellen.

Gantschier ist als typischer Rodungsname zu verstehen und in Flurnamen in Vorarlberg weit verbreitet. Bartholomäberg ist die älteste Pfarrei des ganzen Tales. Schon 1383 nennt uns eine Urkunde die Erhebung und Abtrennung von Bludenz. In alten Chroniken aber wird immer wieder angeführt, dass der Ort schon um 1100 eine Seelsorge gehabt haben soll. Jedenfalls bestand in Bartholomäberg eine Kuratie, ehe es eine Pfarrei wurde. Für ein hohes Alter der Seelsorge zeugt auch das romanische Vortragskreuz, das aus der Zeit um 1150 stammen soll. Berühmt ist auch die Orgel, die ebenfalls von Bergöntzle stammen soll. Oft kommen bekannte Orgelsolisten aus aller Welt, um ihre Töne erschallen zu lassen. Zu bewundern ist auch das schwere Geläute, dessen Klang weit im Montafon zu hören ist. Innerberg wird schon 1533 als Filiale von Bartholomäberg genannt und von dort aus seelsorglich betreut. 1791 wird der Ort Expositur und erhält einen Priester. Gleich darauf wird die Kirche gebaut und 1820 eingeweiht. Das Kirchlein steht in wundervoller Lage und in tausenden Bildern ist es als beliebtes Motiv von Malern und Fotografen zu sehen. (Auszüge aus dem Montafoner Heimatbuch - Seite 84 und 464 bis 466)

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