Geschichte

Silbertal

Eingebettet in der Verwallgruppe erstreckt sich von Schruns aus in östlicher Richtung das 22 km lange Silbertal mit dem gleichnamingen Erholungsort. Durch das Tal fließt die Litz, die an der Tiroler Grenze – europäische Wasserscheide – in unberührter Natur entspringt. Der Ort weist 3 Besiedlungsgebiete auf: INNERTAL, mit dem Ortskern auf 889m Seehöhe, AUSSERTAL, am Taleingang gelegen und das Siedlungsgebiet KRISTBERG in sonniger Hanglage, welches bis auf 1450 m Seehöhe ganzjährig bewohnt ist. Die Gemeinde zählt derzeit 900 Einwohner mit 900 Gästebetten.

Viele romanische Flurnamen weisen auf eine frühere Besiedlung durch Räterromanen hin. Um 900 schürften wahrscheinlich einige von ihnen im Silbertal schon nach Eisenerz.

Im 13. Jh. begann die Einwanderung der Walser aus dem Kanton Wallis nach Vorarlberg. Es wurden durch die Walser hauptsächlich höhergelegene und abgelegene Gebirgstäler besiedelt, unter anderem auch das Silbertal. Durch große Rodungen schufen sich die Walser eine neue Heimat. Hauptanziehungspunkt für die Besiedlung Silbertals dürfte das reichliche Silbererzvorkommen gewesen sein. 1319 ist schon urkundlich von dem Berg „Muntafune“, dem heutigen Kristberg, die Rede. Silbererz und Kupfererz wurde abgebaut, in Silbertal geschmolzen, über den Kristberg und Arlberg nach Hall in Tirol gebracht, wo das Silber dann weiterverarbeitet wurde. Gleichzeitig mit dem Namen „Muntafune“ taucht auch der Name „Silberberg“, der heutige Kristberg auf. Das Silbertal hieß „Silberberg im Tale“, auch „St. Nikolaus im Muntafune“ und seit dem 17. Jh. Silbertal.

Mit der Entdeckung Amerikas und während des 30ig jährigen Krieges kam der Silberabbau dann völlig zum Erliegen. Die Silbergruben waren nicht mehr rentabel. Aus dieser Zeit stammt auch der Name des Tales.
 

Kristberg-  St. Agatha Bergknappenkapelle

Entstehung:

Die Kirche zur Hl. Agatha auf dem Kristberg ist die älteste der jetzt stehenden Kirchen im Montafon. Sie wurde zu Beginn des 15. Jh. erbaut und verdankt ihr Entstehen dem Bergbau. Nach einer Sage sei an dieser Stelle ein Bergwerksstollen gewesen, der während der Arbeit eingestürzt sei und viele Bergknappen lebendig begraben habe. Unter den Trümmern des eingestürzten Stollens hätten die Verschütteten den Bau einer Kirche zur Ehre der Hl. Agatha versprochen, falls sie gerettet würden. Die Rettung sei gelungen und die Bergleute hätten ihr Versprechen gehalten.

Heut erzählt Ihnen Adolf Zudrell, der berühmte Flötenspieler vom Kristberg mehr über das harte aber auch lustige Leben der Bergknappen.
 

Silbertal – Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus

Entstehung:

Als die alte Kirche aus dem 14. Jh. zu klein wurde, wurde sie im Jahre 1892 abgebrochen und am 3. Juli 1892 der Grundstein für die neue Kirche gelegt. Die neue Kirche wurde im neugotischen Stil nach dem Wiener Dombaumeister Freiherr von Schmidt erbaut. Am 12. Oktober 1893 fand die feierliche Einweihung durch den Weihbischof Dr. Zobl statt und 1896 wurde sie von Kunstmaler Hans Martin aus München ausgemalt.

Unterkunft

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