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Freiheit fernab der Freeride Hotspots im Montafon

Auf den Spuren der Schmuggler im Rätikon

Beim Thema Freeriden im Montafon denkt man unweigerlich an die beliebten Hotspots in den Skigebieten. Dass das Montafon noch wesentlich mehr „unverspurte Freiheit“ zu bieten hat, sobald man die Felle auf die Skier klebt, das haben wir selbst im Rätikon – genauer gesagt rund um die Lindauer Hütte – erlebt.

Die Kalkbastion Rätikon scheint aus der Ferne unüberwindbar. Doch über viele Jahrhunderte gab es dank der diversen Passübergänge einen regen Handel und Austausch. Für Soldaten, Schmuggler, und Flüchtlinge war das Rätikon keine Schranke, sondern die kürzeste Verbindung von Österreich in die Schweiz oder umgekehrt. Heute tummeln sich im Rätikon statt Schmugglern und Wilderern alpine Könner. Wintersportler nützen das Rätikon als Tourengebiet, da es kaum mit Liften erschlossen ist und viele herausfordernde und wunderschöne Skitouren bereithält. 

Warten im Biwacksack

Ende März treffen wir uns am Parkplatz in Latschau im Montafon.  Die Schneeverhältnisse könnten kaum besser sein. Nur der dichte und unberechenbare Hochnebel bereitet uns für die geplante Tour Kopfzerbrechen. Trotzdem machen wir uns gut gelaunt auf den Weg und bis zur Abfahrt im 20 cm tiefen Traumpowder liegen sowieso noch viele Höhenmeter Aufstieg vor uns.  Ab und zu zieht der Wolkenschleier auf und man erkennt die atemberaubenden Kalkwände und ihre unterschiedlichen Couloirs und Übergänge in die Schweiz. Wir sind am Spuren und die Beine werden langsam müde. Ein Steilaufschwung noch und dann kommen wir zum letzten Gipfelaufbau. Theoretisch. Denn praktisch ist von diesem noch nichts zu sehen. Nur Wolken. Überall. Also wieder abwarten. Wir wollen unbedingt auf den Gipfel, natürlich um dann eine coole Line abfahren zu können. Wir graben uns einen kleinen Unterschlupf und finden allesamt in einen Biwaksack Platz, damit wir von Wind und Kälte besser geschützt sind. Wir hoffen weiter auf Sonne - und plötzlich reißt es tatsächlich auf. Wir packen unsere Skier und auf geht es zum Gipfel des Großen Turmes (2.830 Meter). Wir können vom Panorama nicht genug bekommen und genießen es in ausgelassener Stimmung. Zu lange, denn nach kurzer Zeit ist das wunderschöne Schauspiel vorbei und wir machen uns auf dem Weg zurück zur Hütte bevor die Dunkelheit einbricht. Was für ein Erlebnis!

Spuren im Schnee

Zurück bei der Hütte schmieden wir Pläne für den nächsten Tag: Laut Wetterbericht gibt es ein blaues Fenster von der Früh weg bis um die Mittagszeit. Am nächsten Morgen geht es also um 5:30 Uhr los. Der Lichtkegel unserer Stirnlampe gibt uns gerade genügend Licht um den Weg zu erkennen. Plötzlich erscheint die Sonne und lässt der steilen markanten Felswände in einem goldenen Licht erscheinen, auf den letzten Metern erleben wir ein ganz besonderes Naturschauspiel. Wir genießen die Aussicht in vollen Zügen und besprechen gemeinsam die besten Lines! Es erwarten uns top to bottom first tracks bei perfekten Verhältnissen. Einfach nur genial die Abfahrt. Nach zwei weiteren Stunden Abfahrt mit kurzen Anstiegen zu coolen Lines sitzen wir müde und zufrieden in der Stube bei der Lindauer Hütte bei unserem wohlverdienten zweiten Frühstück und lassen die Abfahrt und die letzten Tage Revue passieren. Wir sind beeindruckt von den Freeridemöglichkeiten im Rätikon. Es gibt hier einfach alles, was sich ein abfahrtsorientierte Tourenfreerider wünscht: Steile Abschnitte, kurze Rinnen, Drops, Spines und traumhafte Turns. Zufrieden machen wir uns auf dem Weg zurück zum Auto und sind begeistert über das Erlebte. Wir kommen wieder!

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