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Abschnittmauertor

Wir sind nun beim sogenannten Abschnittsmauertor. Diese Mauer ist in den Jahren 1985 bis 1988 zusammen mit dem Abschnitt, von dem sie gerade kommen, restauriert worden. Rechts von der Mauer, also nordöstlich in dem noch sehr von Sträuchern bewachsenen Teil, befand sich der Besatzungs- bzw. Garnisonsburghof mit Besatzungsgebäuden und einer Zisterne. Diese Teile sind alle stark verfallen.

Auf der Krone der rechten Mauer Richtung Norden sehen sie eine Original- Mauerabdeckung aus Tonziegeln, genannt „Mönch und Nonne“. In beiden Mauern können sie auch eine Besonderheit mittelalterlichen Burgenbaus sehen. Für die Bildung schöner und zweckmäßiger Fenster- und Türlaibungen fand der oft zierliche, sehr leicht bearbeitbare Quelltuff Verwendung. Diesen finden sie teilweise auch als Baumaterial in den Mauern, was darauf verweist, dass dieser Tuffstein von anderen Gebäuden oder Gebäudeteilen wiederverwendet worden ist. Der Quelltuffstein, ein sogenanntes „selbstnachwachsendes Baumaterial“ entsteht durch chemische Prozesse bei Quellaustritten und im Verlauf eines Baches. Der Quelltuff ist leicht abbaubar, da er im nassen, bzw. feuchten Zustand relativ weich ist. Er kann praktisch mit einer Baumsäge zugeschnitten werden. Im getrockneten Zustand ist der Quelltuff sehr hart. Der auf der Neuburg verwendete Quelltuff stammt vermutlich vom nahegelegenen Kalkofenbach.

Wenn sie nun durch das Tor in den Vorhof gehen, sehen sie links   über der kleinen Felsrampe das alte Burgtor. Hinter   diesem befand sich ehemals ein beheizbarer Aufenthaltsraum und ein alter Burgaufgang mit einem noch erhaltenen Tonnengewölbe.

Wir gehen ganz links über den Pfad zur Hauptburg bis zum neueren Burgtor.