Wetter im Montafon

Bartholomäberg
-1°C 0cm
Gargellen
-4°C 0cm
Gaschurn-Partenen
-3°C 0cm
St. Anton im Montafon
1°C 0cm
St. Gallenkirch-Gortipohl
-1°C 0cm
Schruns-Tschagguns
0°C 0cm
Silbertal
-1°C 0cm
Vandans
1°C 0cm

Webcams

Dein Fenster zu uns ins Montafon

Silvretta-Bielerhoehe

2. 052 m, Gaschurn-Partenen

Gastgeber finden

Wir helfen Dir gerne Deine passende Unterkunft zu finden

Unterkünfte

Zimmer / Wohnung 1
Alter der Kinder

MontaPhone

Wir sind persönlich für Dich da

Deine Montafon-Kenner sind für Dich telefonisch & via E-Mail erreichbar von:

Montag bis Freitag 08:00-18:00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage 09:00-16:00 Uhr

T. +43 50 6686
E-Mail info@montafon.at
Servicezentrale Montafon | © Montafon Tourismus GmbH, Andreas Haller

Montafon à la Kart(e)

Deine Karte für Dein Erlebnis.

Der Mythenbaum

"ALPMYTHEN: Bütze bzw. Bötz, wie man sie im Montafon nennt, werden meist als gemeine, hässliche und gefährliche Wesen beschrieben, die uns das Leben schwer machen und Angst einjagen. Der Begriff botzvarrockt wird in ganz Vorarlberg verwendet und leitet sich von diesen zornigen, teils tobsüchtigen und äffigen (zornig, angefressen) Wesen ab." (Zitat aus der Broschüre)

Schon bei der ersten Begehung kam mir die Idee, die Wurzeln zur Krone zu machen, also das Unterste nach oben zu kehren und umgekehrt. Die Fichte ist ein Flachwurzler - tellerförmig ragen nun die Wurzeln in den Himmel und stellen eine Verbindung her zwischen dem Diesseitigen und der "Anderswelt"; das Geheimnisvolle wird betont durch die an Montafoner Hauszeichen angelehnten Schnitzereien.

Zur Entstehung: Als digitale Fotocollage (siehe Abbildung) funktionierte meine Idee recht einfach und überzeugte den Lenkungsausschuss sofort. Doch die Realisierung war alles andere als einfach:

Das erste Problem: woher die Bäume (wir benötigen insgesamt 3 für die PoIs 02, 04 und 10) mit intakten Wurzelstöcken nehmen? Windwurf kam nicht infrage - der letzte Sturm war zu lange her. Zufälligerweise wurde oberhalb von Gaschurn ein neuer Forstweg gebaut, wofür Fichten nicht nur gefällt, sondern auch die Wurzeln entfernt werden mussten. Gemeinsam mit dem zuständigen Verantwortlichen Paul Dich wurden einige Bäume ausgewählt und sollten dann vom Bagger ausgerissen werden. Wie sich herausstellte, waren die guten Stücken einerseits zu schwer und andererseits die Wurzeln derart beschädigt, dass an eine Verwendung nicht zu denken war.

Also ging Zimmermeister Franz Mathies (der den Zuschlag für die Realisierung der gesamten Skulpturen erhalten hatte - übrigens die absolut beste Wahl!) und sein Team einen anderen Weg und wählte mit mir leicht erreichbare und schlankere Fichten an einem anderen Forstweg aus. Das vorsichtige Ausgraben der Wurzeln kam der Arbeit von Archäologen nahe und nahm zwei Tage in Anspruch - trotz Unterstützung von Bagger und Kran.

Der Transport der sechseinhalb Meter langen Stämme mit Wurzelrädern von fünf Metern Durchmesser war trotz Befürchtungen ohne nennenswerte Kollateralschäden möglich. Das Schälen der Stämme war problemlos, für die Wurzeln wurde ein leistungsstarker Hochdruckreiniger mit Spezialaufsatz eingesetzt. Die Feinarbeit wurde Markus Zugg (ein begnadeter, geduldiger Holzbearbeitungsfachmann!) und mir überlassen: Entfernen überschüssiger Wurzeln, Bearbeiten der Wurzelenden und weitere gestalterische Maßnahmen sowie die Schnitzereien.

Die  Teile der Stämme, die im Erdboden zu versenken waren, wurden geflämmt um sie widerstandsfähiger zu machen.

Da der Standort des Mythenbaumes keine geeignete Zufahrt hatte, blieb nur der Hubschrauber als Transportmittel - dazu musste aber das fertige Kunstwerk mittels Traktor und Hänger bis nach Grüneck transportiert werden. Um das beachtliche Loch für den Stamm zu graben, wurde kurzerhand ein kleiner, 800 kg schwerer Bagger eingeflogen - dann konnte endlich der Mythenbaum transportiert, zielgenau in Loch versenkt und sofort mit Hilfe von sechs Mann fixiert und sogleich fertig aufgestellt werden.

Die Standorte der beiden anderen Bäume (PoIs 04 und 10) waren mit dem Traktor erreichbar und somit konnten diese Skulpturen etwas weniger aufwändig errichtet werden...

 

Quelle: www.kfm.at