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Gargellen

Gargellen

Eine Talschaft, deren Schönheit amtlich beglaubigt ist: Das Gargellental, das sich vom Montafoner Ort St. Gallenkirch bergwärts nach Südosten erstreckt, ist «ain schöns, auch lustigs und fruchtbars Tal». Das hält der Bludenzer Vogteiverwalter David Pappus 1610 fest. Noch älter als die amtliche Beglaubigung der Anmut des Tales ist die Gastwirtschaft. Der Bludenzer Vogteiverwalter erklärt nämlich, dass in dieser Talschaft «ain würtshaus oder tafern wegen der durchraisenden jederzeit geweßt und noch ist». Wenn auch vielleicht nicht seit allen Zeiten, so legen Reisende sicher seit 1513 in Gargellen einen Halt ein. Zu dieser Zeit wird bereits ein Zacharias Mann als Wirt erwähnt. Und in einem (heute privat genutzten) Haus in Vergalden, einem Ortsteil von Gargellen, ist ein altes Wirtshausschild in die Stubendecke eingefügt, das ein weißes Kreuz und die Jahreszahl 1782 zeigt. Auf der Rückseite steht: «Osteria da Croce Bianca». Italienisch in den Montafoner Bergen? So abgelegen das Gargellental heute auch erscheinen mag, so zogen über Jahrhunderte hinweg doch Säumer hier durch. Sie brachten über das Schlappiner Joch den Veltliner Wein ins Montafon, in der Gegenrichtung wurde vor allem Viehhandel mit dem Prättigau betrieben, Tiere gelangten sogar bis auf die Märkte in Oberitalien. Neben dem einstigen Gasthaus «Zum Weißen Kreuz» in Vergalden befanden sich darum auch eine große Stallung für die Saumpferde sowie die Werkstatt eines Huf- und Nagelschmieds. Und weiter talabwärts, beim Zuggawald, rastete man in einem heute noch erhaltenen Säumergasthaus. Hier dürfte man die Waren im gewölbten Keller zwischengelagert haben, für die Pferde gab es einen mächtigen, heute allerdings nicht mehr erhaltenen Stall. Gerade in Vergalden brachte das Saumwesen für Schmiede, Gastwirte, Küfer, Lederer und Sattler ein Auskommen. Deswegen wird Vergalden auf einer Karte von 1825 auch als einziger Ort zwischen St. Gallenkirch und dem schweizerischen Klosters vermerkt. Erst mit dem Tourismus gewann dann auch Gargellen selbst an Bekanntheit. Über das Schlappiner Joch gelangten aber nicht nur Handelsgüter ins Montafon, sondern auch Soldaten. Im Dreißigjährigen Krieg erschienen die Prättigauer in Gargellen und verwüsteten 1622 das wenig zuvor geweihte Kirchlein. Erst 1644 konnte die neue Kuratienkirche Hl Maria Magdalena geweiht werden. Wenige Jahre später schuf David Bertle, ein Vorgänger der bedeutenden Montafoner Künstlerfamilie, die auch in der Michaelskirche in Gaschurn tätig war, den volkstümlich schönen Renaissance-Altar.