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Hohenems- und Nibelungenlied-Museum

Die Exponate zeigen die langfristigen Folgen einer Heirat: Abgesehen vom Dichter Rudolf von Ems, der um 1250 mit seiner Weltchronik das Lieblingsbuch des Mittelalters schuf, zeichneten sich die Ritter von Ems vor allem als erfolgreiche Feldherren aus. Die Wende brachte eine noble Italienerin: Chiara de Medici aus Mailand hat 1528 durch ihre Heirat mit Wolf Dietrich von Ems über Jahrhunderte hinweg bedeutende kulturelle Nachwirkungen ausgelöst.
 
Nach der Wahl von Chiaras Bruder Gian Angelo de Medici zum Papst (Pius IV.) erhob Kaiser Ferdinand I. die Ritter von Hohenems in den Reichsgrafenstand. Wolf Dietrichs und Chiaras ältester Sohn Jakob Hannibal wurde Generalgubernator der päpstlichen Truppen und seine Hochzeit mit Hortensia Borromeo im Vatikan war das glanzvollste Fest seit der Zeit der römischen Imperatoren. Jakob Hannibals jüngerer Bruder Mark Sittich wurde Kardinal und Bischof von Konstanz, baute Villen in- und außerhalb von Rom und den Palast in Hohenems (ohne dessen Existenz die Schubertiade nicht entstanden wäre) und holte seine Neffen Wolf Dietrich von Raitenau und Markus Sittikus zur Ausbildung nach Italien. Beiden ebnete er den Weg nach Salzburg, wo sie als Fürsterzbischöfe jenes Stadtbild schufen, das Salzburg berühmt gemacht hat.
 
Markus Sittikus ließ 1614 in Salzburg erstmals eine Oper außerhalb Italiens aufführen. Sein älterer Bruder Kaspar baute Hohenems zu einer ansehnlichen kleinen Residenz aus und stattete diese mit einer umfangreichen Kunstsammlung und einer bedeutenden Bibliothek aus, in der 1755 und 1779 die Handschriften C und A des Nibelungenliedes entdeckt wurden.
 
Unterstützt von seinem Bruder Markus Sittikus begründete Graf Kaspar 1617 die Jüdische Gemeinde von Hohenems, in der Salomon Sulzer, der als junger Oberkantor der Wiener Synagoge 1828 Franz Schubert einen Kompositionsauftrag erteilte, geboren wurde. Auch die Schriftsteller Stefan Zweig und Jean Amery, der Komponist Sigmund Romberg (der mit seiner amerikanischen Variante der »Dreimäderlhaus«-Operette mit großem Erfolg Franz Schubert auf die Bühnen des New Yorker Broadway brachte) und der Architekt Ely Jacques Kahn (der ab 1920 einer der drei wichtigsten Architekten von New York war) haben ihre familiären Wurzeln in Hohenems.
 
Neben dem Saal, der als einer der besten Kammermusiksäle bezeichnet wird, ist auch der Garten mit seinen Brunnen und dem Heckentheater besonders sehenswert.