Wetter im Montafon

Bartholomäberg
-4°C 0cm
Gargellen
-5°C 0cm
Gaschurn-Partenen
-4°C 0cm
St. Anton im Montafon
-3°C 0cm
St. Gallenkirch-Gortipohl
-3°C 0cm
Schruns-Tschagguns
-3°C 0cm
Silbertal
-3°C 0cm
Vandans
-3°C 0cm

Webcams

Dein Fenster zu uns ins Montafon

Silvretta-Bielerhoehe

2. 052 m, Gaschurn-Partenen

Gastgeber finden

Wir helfen Dir gerne Deine passende Unterkunft zu finden

Unterkünfte

Zimmer / Wohnung 1
Alter der Kinder

MontaPhone

Wir sind persönlich für Dich da

Deine Montafon-Kenner sind für Dich telefonisch & via E-Mail erreichbar von:

Montag bis Freitag 08:00-18:00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage 09:00-16:00 Uhr

T. +43 50 6686
E-Mail info@montafon.at
Servicezentrale Montafon | © Montafon Tourismus GmbH, Andreas Haller

Montafon à la Kart(e)

Deine Karte für Dein Erlebnis.

Kapelle Venser Bild

Kapelle Venser Bild

Das Venser Bild ist ein kleines kulturgeschichtliches Denkmal und stammt aus den Tagen als die Pest in Vandans wütete. Die Kapelle ist unter anderem der Muttergottes, dem Hl. Sebastian  und dem Hl. Johannes von Nepomuk geweiht und ist noch heute ein beliebtes Wallfahrtsziel.

 

1. Gründungsgeschichte

Die Kapelle Venser Bild steht am äußersten nördlichen Rand von Vandans, am Ende von Untervens. Sie verdankt ihre Entstehung einem Gelöbnis. Im Jahr 1613 wütete die Pest in Vandans, sodass 180 Bewohner innerhalb von drei Monaten starben. In dieser Not gelobte die Bäuerin Anna Planggin eine Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes und des Pestpatrons, des hl. Sebastians, errichten zu lassen, wenn der Ortsteil Vens von der Seuche verschont bliebe. Diese Bitte fand Erhörung, und die Seuche hielt am Mustergielbach, ohne die Parzelle Vens je erreicht zu haben. Noch im selben Jahr wurde eine Kapelle erbaut. Diese wurde seit damals schon einige Male vergrößert und restauriert, erstmals 1697. Seit damals gilt sie auch als Wallfahrtskapelle, was die vielen Votivtafeln beweisen. Ausgestattet ist sie mit drei Altären im Barockstil, den Hauptaltar ziert eine spätgotische Abendmahldarstellung, darüber thront das Gnadenbild der Madonna mit Jesuskind. Die Kapelle ist auch heute noch ein beliebtes Wallfahrtsziel, wird gerne bei Hochzeiten aufgesucht und wird von der lokalen Bevölkerung liebevoll instandgehalten

 

2. Die Heiligen vom Venserbild

Außer der Muttergottes ist die Venser Wallfahrtskapelle noch einigen anderen Heiligen gewidmet. Drei wichtige darunter sind der Hl. Lucius von Chur, der Hl. Sebastian und der Hl. Johannes von Nepomuk. Diese drei Heiligen haben jeweils einen ganz bestimmten Bezug zur Region.

Der hl. Lucius ist der Patron der Diözese Chur. Es finden sich jedoch auch in Vorarlberg einige Darstellungen dieses Heiligen, denn der südliche Teil des Landes gehörte bis ins Jahr 1816 zum Bistum Chur. An der Predella des linken Seitenaltars der Kapelle befindet sich ein Gemälde des hl. Lucius in der Darstellung eines Königs, das von einem unbekannten Meister 1631 geschaffen wurde.[1] Während Lucius eindeutig darauf hinweist, dass das Montafon einst zu Chur gehörte, erinnert der hl. Sebastian wiederum an die damals wütende Pest. Der Heilige gilt als Pestpatron, wobei die Pfeile in seinem Körper die Strafe Gottes symbolisieren. Nach der Muttergottes und dem hl. Josef folgt der hl. Sebastian, was die Häufigkeit der Darstellungen in unserem Land betrifft, gleich an dritter Stelle. Die Zeit, in der die Sebastiansverehrung ihren Höhepunkt fand, war das 15., 16. und 17. Jahrhundert, also jene Epoche, in welcher die Pest mehrmals diese Region heimsuchte.[2] Der dritte Heilige, Johannes von Nepomuk, der vielleicht populärste Barockheilige, gilt u. a. als Patron der Brücken, der Schifffahrt, der Schiffer und Flößer, sowie als Beschützer vor den Gefahren des Wassers.[3] Hier liegt auch der Grund für seine Darstellung an der rechten Seitenwand der Venser Kapelle. Vandans hatte in der Vergangenheit sehr viele Male unter Katastrophen wie Hochwasser und Vermurungen zu leiden.[4] Die Folgen waren oft verheerend für die Bevölkerung, die deshalb ihr Vertrauen und ihre Hoffnung in einen Heiligen setzte, der sie vielleicht vor den Gefahren des Wassers schützen konnte.