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Kirche Gargellen

Kirche Hl. Magdalena, Gargellen

Die historische Bedeutung Gargellens ließe auch einen frühen Sakralbau erwarten. Aufgrund des Umstandes, dass Gargellen aber lange als nicht ganzjährig bewohnte Maisäßsiedlung gedient haben dürfte, ist - vielleicht von einer kleinen Kapelle abgesehen - ein größerer spätmittelalterlicher Bau auszuschließen. Die spätgotischen Bildwerke in der Kirche und der im 19. Jahrhundert erfolgte Verlust eines Altarwerkes aus dem 15. Jahrhundert sollen im Zusammenhang mit der Verbringung bündnerischen Bildwerke im frühen 17. Jahrhundert stehen, die im Zuge des "Bildersturms" in die neu errichtete Gargellner Kirche gelangten.

Dabei hatte die neu gebaute Kirche den Bündner Nachbarn nicht nur Kunstwerke zu verdanken, sondern es wird auch von einer Brandschatzung berichtet,  welche die nicht immer einfachen Grenzbeziehungen bezeugt. Welchen Bau sollen nun die Bündner 1622 gebrandschatzt haben? Die Baugeschichte weiß von einem Peter Lentsch, der mit einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten zu Ehren der hl. Maria, des hl. Johannes des Täufers und der heute als Kirchenpatronin gültigen hl. Maria Magdalena zwischen 1611 und 1617 ein Kirchlein errichtete. Die bereits erwähnte Zerstörung sollte einen Wiederaufbau zur Folge haben, der schließlich auch 1649 jenes Werk aufnahm, das wir heute als rechten Seitenaltar sehen können: Den in Renaissanceformen gehaltenen Sebastians-Altar schuf ein nicht näher bekannter Künstler namens David Bertle, der aufgrund der geografischen Herkunft möglicherweise ein Vorfahre der später im Montafon und darüber hinaus bekannt gewordenen Künstlerfamilie Bertle war.

Der linke Seitenaltar stammt zwar auch noch aus dem späten 17. Jahrhundert, kam aber erst in späterer Zeit nach Gargellen. Ein untrügliches Zeichen für eine fremde Herkunft ist die Darstellung der hl. Afra, die neben der hl. Anna Sebdritt und der hl. Katharina zu sehen ist. Afra gilt nach Ulrich als wichtigste Patronin die Diözese augsburg und ist als solche ein klarer Hinweis auf die Zugehörigkeit des Altars zu einer Kirche jener Diözese. Tatsächlich stand der Altar einst in Lech und wurde erst im ausgehenden 18. Jahrhundert nach Gargellen gebracht. Den Altar schuf übrigens Melchior Lechleitner, der als Bildhauer in den 1680er Jahren und 1690er Jahren den Bezirk Bludenz dominierte.