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Lukas Tschofen Stube

Lukas Tschofen Stube

Inventar einer Alphütte: 1 Eimer, 1 Pfännlein, 1 Schüssel, 1 Löffel, 1 Holzkelle, 1 Teigbrettlein, 1 Säcklein mit Mehl, 1 Sack Salz für den Hirten und sein Vieh, 1 Stuppenbettdecke, 1 Kleid, 1 Wettermantel, 1 Feuerzeug und etwas Holz. Aufgezeichnet auf der Alp Tschiffernella im Vermunt von den beiden Pfarrern Johann Catani und Luzius Pol um 1780. Nicht inventarisiert: 1 Hirt.

Wie dagegen siehts in einer der vornehmsten Stuben des Montafons bereits ein Jahrhundert früher aus? Das zeigt heute noch die Lukas Tschofen Stube in Gaschurn: Bereits die Tür ist portalähnlich ausgeführt, versehen mit der Jahreszahl 1681 und herausragenden Schnitzereien. Die Holzdecke weist ein prächtiges Mittelblatt auf, versehen mit einem kunstvoll gestalteten Familienwappen. Der Ofen verfügt über einen Zierkranz, nicht aber über Nutzflächen.

Oben auf der Alp also gibts nur wenig und das Wenige ist für den Gebrauch bestimmt. In der Lukas Tschofen Stube dagegen quellen bereits Wände und Täfer vor lauter Verzierungen fast über, hier verdrängt das Repräsentative das Funktionale.

Die Stube aus dem Lukas Tschofen Haus, das heute noch an der Strasse nach Partenen steht, ist allerdings auch ein Sonderfall. Die Tschofen-Familie war im 17. Jahrhundert die reichste Familie weitherum, mit der Prunkstube verlieh sie ihrem Reichtum Gestalt.

So kunstvoll die Stube heute erscheint, um 1910 wäre sie dennoch fast auf dem Scheiterhaufen gelandet. 1988 konnte die Gemeinde die Stube dann durch Zufall kaufen, seither ist sie die Zier des Gemeindezentrums. Museal ergänzt wurde die Stube mit einer Stollentruhe aus dem 16. Jahrhundert und einem Montafonertisch von 1786, beides herausragende Beispiele alpenländischer Volkskunst. Das weitere Inventar, 1 Stubenkasten, 1 Wandkästchen, 1 gusseiserner Kessel und 1 hölzerne Behältnis stammen aus der Zeit um 1700.