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Ruine Valkastiel

Die Ruine Valkastiel ist bis heute ein Mysterium. Archäologen gehen davon aus, dass die Burg um ca. 1120/1140 erbaut worden ist. Wer sie an dieser unwirtlichen Stelle erbaut hat und zu welchem Zweck, ist jedoch ungewiss. Dies bietet einen hervorragenden Rahmen für allerlei sagenhafte Spekulationen.

1) Über die Ruine Valkastiel
Im Montafon befinden sich nur zwei Bauten mit burgähnlichem Charakter: Das Diebsschlössli oder Lorünser Schlössli und die Ruine Valkastiel, welche schon als „geheimnisumwittertste Burg Vorarlbergs“ bezeichnet wurde.  Ihre Überreste befinden sich auf einem schwer zugänglichen, von der Umgebung isolierten Felssporn am Ende der Mustergielschlucht am Fuße der Vandanser Steinwand und sind an drei Seiten von wilden Tobeln umgeben. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg stammte – wie lange vermutet wurde – aus dem Jahr 1391. Dies ist jedoch inzwischen widerlegt worden, da die besagte Erwähnung nach heutigem Wissensstand kein Gebäude bezeichnet. Somit ist ungewiss, wer die Burg einst erbaut hat. Manche Historiker sind der Ansicht, es handle sich bei der Ruine um den einstigen Sitz eines Berggerichts aus dem 13. Jahrhundert.  Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über die Burg sind jedoch äußerst spärlich, wofür auch die mangelnde archäologische Erforschung dieses Fundplatzes ausschlaggebend ist.  Am wahrscheinlichsten ist es jedoch, dass die beiden zeitgleichen Solitärbauten, aus denen die Ruine ursprünglich bestand, Teil einer mittelalterlichen Einsiedelei waren, in die sich Mönche zur Kontemplation zurückzogen. Die Volksüberlieferung wiederum berichtet von Rittern, Vogten oder Zwingherren, welche dort gehaust und die Bevölkerung drangsaliert und unterdrückt haben sollen. Besondere Erwähnung findet das „jus primae noctis“ in den Volkssagen – das Anrecht des Burgherrn auf die erste Nacht mit einer Frischvermählten – wobei es sich nach Ansicht von Fachleuten um eine Rechtslegende handelt, für die keine Belege existieren.  In einer Sage jedoch heißt es, „dass bei jeder Hochzeit im Dorf die Braut noch am gleichen Tag ins Schloss geführt werden musste. Dort konnte der Zwingherr acht Tage lang nach Belieben über sie verfügen, dann wurde sie wieder entlassen. Deshalb wurde in jenen Zeiten das Heiraten oft jahrelang verschoben, und manche Mädchen unterließen es lieber ganz“.  Auch über das Ende der Burg gibt es keine verlässlichen Informationen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Burg aufgrund ihrer Abgeschiedenheit und fortlaufenden Zerfalls von den Besitzern verlassen worden ist. Wahrscheinlich wäre aber auch, dass die Feste während der Appenzellerkriege niedergebrannt ist. Der Sage nach war es hingegen ein Volksaufstand, dem die Burg zum Opfer fiel:

2) Valkastiel und die Heidenschlösser im Montafon
Der Montafoner nennt die wenigen Schlossruinen in der Gegend Heidenschlösser und weiß auch von ihnen zu erzählen. Diese Schlösser waren einst von mächtigen Zwingherren bewohnt, die eine Geißel der Bauern waren. Sie bauten die Burgen auf hohe, schwer zugängliche Felsen, und zwar so, dass man von einer zur anderen sehen konnte. Auf diese Art war es ihnen möglich, sich im Notfalle rasch durch Zeichen zu verständigen. Gewalttaten, Raubsucht und Willkür machten diese Tyrannen beim Volke so verhasst, dass es sich gegen sie verschwor und beschloss, Rache zu nehmen. Voll List und Kühnheit bemächtigten sie sich in einer Nacht sämtlicher Schlösser und zerstörten sie von Grund aus. Nur der Herr des Schlosses auf dem Valkastiel in Vandans vermochte sich durch die Unzugänglichkeit seiner Festung zu halten. Schließlich wurde es den Angreifern durch Bestechung einer Magd möglich, in das Schloss zu dringen. Der Burgherr hatte nämlich die Gewohnheit, sich nach dem Mittagsmahl von ihr Läuse suchen zu lassen und nachher ein Schläfchen zu tun. Die Magd verriet es den Feinden und gab ihnen Mittel an die Hand, sich des Schlosses zu bemächtigen. So drangen sie unbemerkt ein, überwältigten den Zwingherrn und weihten auch seine Burg dem Untergange.