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Saarbrücker Hütte

Saarbrücker Hütte

«Und da kommt jetzt natürlich eine ganz schöne Geschichte. Der Abfahrtslauf von der Saarbrücker Hütte. Und der war immer Ende April.» Hermine Walch, Tochter der langjährigen Hüttenwirte Anna und Jakob Both, erinnert sich, wie sich in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts noch an die 40 Skiläufer, darunter auch ein paar Frauen, ein besonderes Rennen lieferten. Von der Saarbrücker Hütte auf 2538 Meter über Meer gings jeweils Ende April durchs Kromertal hinab und am Vermuntsee vorbei bis nach Partenen auf 1050 Meter. Und das auf Holzski`s, die so gut wie keine Kanten hatten, dafür mit Langriemenbindungen versehen waren, die sich beim Sturz nicht öffneten. Das Rennen fand zudem oft auf frühlingshaftem Faulschnee und bei Lawinengefahr statt.

 

Aber wer so weit hinunter will, der muss erst mal hinauf gelangen. Von Partenen nutzten die Skifahrer den Schrägaufzug nach Trominier, dann marschierten sie durch den unbeleuchteten Tunnel zum Vermuntsee und dann hinauf zur Hütte. Eine Herausforderung war so ein Anlass, überhaupt der Winterbetrieb der Hütten, auch für die Wirte. Sauerkraut, Wein und Exportbier, Kartoffeln und Karotten musste man schon im Herbst auf die Hütte buckeln, oft sah man den Hüttenwart auch mit einem Maulesel, bepackt mit Brennholz, zur Hütte hochsteigen.

 

Eine kleine Entschädigung für diese ans mittelalterliche Saumwesen erinnernden Warentransporte: die Aussicht von der Hütte. Auf der Südostgratschulter des Kleinen Litzners (2783 Meter) gelegen, erheben sich südlich der Hütte der Große Litzner (3109 Meter) und das Große Seehorn (3122 Meter), deren Überschreitung übrigens als eine der schönsten Zweigipfeltouren in der Silvretta gilt. Nach Norden fällt der Blick auf den Vermunt-Stausee und auf die einstige Alpe Schweizervermunt, die dem Namen nach noch von den Besitzungen der Unterengadiner im Montafon kündet. Die legendären Silvretta-Skiläufe von der Saarbrücker Hütte nach Partenen sind mittlerweile Geschichte. Geblieben ist aber, in der Silvretta nicht ganz selbstverständlich, der einfache Charakter der Hütte. 1911 errichtete die Saarbrücker Sektion des deutschen und Österreichischen Alpenvereins eine erste Hütte, die nach einem Brand 1932 neu gebaut wurde. Aber diese Hütte mit ihren 88 Schlafplätzen blieb doch relativ einfach, sie behielt ihren, wie es der Alpenverein selbst beschreibt, «ursprünglichen Charakter als Stützpunkt für den Bergsteiger und Bergwanderer».