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Seekapelle

An der Außenwand der Seekapelle wurde am 11. März 1988 zum 50. Jahrestag des Anschlusses Österreichs an Hitlerdeutschland eine Gedenktafel angebracht.

An der Außenwand der Seekapelle wurde am 11. März 1988 zum 50. Jahrestag des sogenannten Anschlusses Österreichs an Hitlerdeutschland eine Gedenktafel angebracht. Die Tafel zeigt die Namen von 16 Bregenzer Bürgerinnen und Bürgern, die Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft wurden. Über das Schicksal von zwei dieser Personen (Karoline Redler und Ernst Volkmann) werden Sie auf dieser Tour später noch mehr erfahren. Erwähnt werden auf der Gedenktafel auch die Opfer der sogenannten Euthanasie. Damit wurden während des Nationalsozialismus Morde an körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen unter dem Vorwand der sogenannten Rassenhygiene bezeichnet. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema hat sehr spät begonnen und dauert an.

 

Samuel Spindler:

Samuel Spindler wählte den Freitod, um so der Deportation ins KZ zu entgehen. Er wurde 1882 in eine jüdische Familie in der heutigen Ukraine geboren. Ab 1907 lebte er in Bregenz und war Mitglied der Bregenzer Stadtvertretung und Sekretär der Textilarbeitergewerkschaft. Trotz Konvertierung zur Evangelischen Kirche waren er und seine Familie wiederholt Opfer antisemitischer Übergriffe. Mit dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland im Jahr 1938 wurde die Lage für Spindler immer gefährlicher. Mehrere Hausdurchsuchungen und die konstante Bedrohung durch die Gestapo hinterließen sowohl psychische als auch physische Spuren an seiner Gesundheit. Bei einer weiteren Vorladung wurde ihm mitgeteilt, dass er am 11. November 1942 Bregenz verlassen müsse. Eine Aufschiebung wäre nur möglich gewesen, wenn er für die Gestapo als Informant gearbeitet hätte, aber selbst in diesem Falle wäre eine Deportation wahrscheinlich gewesen. Weil er aber wusste, dass er dies aufgrund seiner körperlichen Verfassung nicht überstehen würde, nahm er sich in der Nacht vom 10. auf den 11. November das Leben. Spindler selbst schrieb in seinem Abschiedsbrief an seine Tochter Emilie:

„Freilich hätte ich in Bregenz bleiben können, wenn ich der Gestapo Angaben gemacht hätte über die Tätigkeit früherer Bekannter. Ist der Selbstmord nicht ehrlicher?“

In rot gehaltene Tafeln, eine davon haben Sie schon neben der Gedenktafel an der Seekapelle gesehen, entstanden 2002 auf Initiative des ökumenischen Bodenseekirchentages. Hierbei wurde ein Gedenkweg in Erinnerung an die Bregenzer Opfer des Nationalsozialismus gestaltet und eine Reihe Broschüren veröffentlicht. Diese Broschüren sind in Bregenz im Pfarrbüro Mariahilf (Mariahilfstraße 59) bzw. im Haus der Kirche (Rathausstraße 25) kostenlos erhältlich.

 

Überqueren Sie nun die Anton-Schneider-Straße und gehen Sie zum Brunnen am Leutbühel.

 

 

 

Quelle: Reihe "Gedenkweg-Widerstand und Verfolgung 1938-1945", Hrsg: Gedenkgruppe Bregenz; Carl Lampert Forum

               zu S.Spindler: http://www.hohenemsgenealogie.at/gen/getperson.php?personID=I3961&tree=Hohenems