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Trominier

Trominier

 «Den Wald herunter laufen mächtige Eisenrohre, höher als Scheunentore. Wie wenn Riesenkinder ihre Spielzeugröhren im Wald vergessen hätten. Wie haben sie die wohl hinaufgebracht?» Cla Biert (1920–1981), der rätoromanische Schriftsteller aus dem Unterengadin, lässt im Roman «La müdada» (die Wende) von 1962 seine beiden Protagonisten in Partenen über die Moderne staunen: Das Liebespaar, das auf Schneeschuhen über die Silvretta nach Scuol gelangen will, besieht sich die mächtigen Anlagen der Energiewirtschaft, die «vom Gletscherwasser angetriebenen Turbinen im Maschinenhaus», den Schräglift, der sich den mächtigen Druckstollen entlang hinauf nach Trominier zieht. In Partenen schafft die riesige Infrastruktur der Energiewirtschaft einen vollkommen neuen Zugang zur Bergwelt – und das unbeabsichtigt. Jahrhundertelang stiegen Jäger, Bauern und Säumer zuvor dem Talgrund entlang und über die Bergflanken in die Höhe, doch ab 1959 geht´s von Partenen ohne körperliche Anstrengung 700 Meter hinauf nach Trominier, von dort in einer Höhenbahn über mehr als 2600 Meter und durch einen 950 Meter langen Bergstollen bis zum Stausee Vermunt. Das alte, im Winter lawinengefährdete Wegstück von Partenen durch die sogenannte Hölle nach Vermunt kann so nicht nur umgangen, sondern eigentlich ganz umfahren werden. Die Illwerke, die das Vermuntwerk zwischen 1925 und 1931 erbauten, hatten diesen neuen Zugang ins Gebirge nicht aus touristischen, sondern aus arbeitstechnischen Gründen gewählt – und waren selbst überrascht von der Wirkung. Zunächst brauchte man den Lift und die Bahn noch für den Bau des Silvretta Stausees, aber 1959 gab man ihn für die Öffentlichkeit frei. Und seither ist die Bielerhöhe auch im Winter für Touristen gefahrlos zu erreichen. Die Energiewirtschaft war hier somit direkter Wegbereiter der Tourismuswirtschaft. Erst 1994 wurde der Schräglift von einer Pendelbahn abgelöst. Erhalten hat sich die Wartungstreppe entlang des einstigen Lifttrasses. Mit ihren gut 4000 Stufen wird sie mittlerweilen als «Europas längste Treppe» beworben und für sportliche Wettkämpfe genutzt. Die Höhenbahn von Trominier nach Vermunt wurde dagegen 1974 rückgebaut. Der sanierte und erweiterte Stollenweg dient aber nach wie vor als Zugang zum Vermunt – und zusätzlich als Energiewirtschafts-Informationsweg.