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Vandanser Illbrücke

Hier, am Ufer des Illflusses, befindet sich die erste Station des Vandanser Sagenwegs. Er beginnt allerdings mit einem Tatsachenbericht, und es wird erzählt – zum Teil mit den Worten seiner Schwester – wie ein junger Vandanser mit Namen Schoder hier einst durch ein Unglück sein Leben lassen musste.

Vandans wurde des öfteren von verheerenden Wetterkatastrophen heimgesucht. Eine der schlimmsten Hochwasserkatastrophen ereignete sich beispielsweise im Jahr 1910. Das Dorf und die umliegenden Felder wurden dabei größtenteils zerstört. Auch die Brücke über die Ill nach St. Anton wurde durch das Unwetter weggerissen, wobei es einen Toten zu beklagen gab.
Der junge Mann mit Namen Schoder, den dieses Hochwasser das Leben kostete, war Briefträger in Vandans. Da es zu dieser Zeit keine Poststelle im Dorf gab, musste er die Post immer in St. Anton abholen. Die Brücke dorthin war jedoch weggerissen worden, und der Bursche suchte nach einer Lösung, um nicht den großen Umweg über Rodund und Kaltenbrunnen machen zu müssen. Die Lösung präsentierte sich ihm in Form eines Seils, das über die Ill gespannt war. Der ortsansässige Krauthobelhändler hatte es über den Fluss gespannt und zu Transportzwecken eine Truhe daran befestigt. Der junge Schoder wollte ebenfalls diese provisorische Seilbahn benutzen, bis die Brücke wieder aufgebaut werden sollte. Dem Bericht seiner Schwester zufolge war zu diesem Zeitpunkt noch ein alter, fast blinder Mann zugegen, der ein Bündel Mehl dabei hatte. Der Briefträger half dem alten Mann mit seiner Last über den Fluss, doch die Truhe kam nicht mehr zurück. Deshalb versuchte er, sich am Seil entlang über die Fluten zu ziehen. Doch die Kraft des jungen Mannes reichte nicht aus, und er fiel in die tosende Ill.

Die Schwester des Verunglückten, Agatha Schoder, erzählt dies folgendermaßen: „[...] un´ då isch er halt am Seel – aso håt ´r heer wella, un´ då wird ´r halt Kraft net g´het hå, villicht, villicht a Krampf od´r a Lähmung über´ko, un´ isch halt ins Wass´r g´falla, und sine Briaftasche noch an ´m z´hanga g´heet oo´, villicht ou´ noch schweer g´si, und, un´ z´großes Wasser isch ´ganga – isch´r halt nümma-n-uus´ko.“1 

Bis zum nächsten Vormittag hätte sie keine Ahnung gehabt, was passiert war, da sie das Vieh auf die Alpe hatte bringen müssen. Die Leute hätten sie alle so komisch angesehen. Doch schließlich hätte sie sich getraut zu fragen, was denn los sei, und erfahren, dass ihr Bruder tot in Bludenz aufgefunden worden war: „[...] jå-jå. Ischt´r halt z´Blude´z doss g´lägen, as-a Totna-“2

 

1     „(...) und da ist er halt am Seil – also hat er wollen, und da wird er halt nicht die Kraft gehabt haben, vielleicht, vielleicht einen Krampf oder eine Lähmung bekommen, und ist halt ins Wasser gefallen, und seine Brieftasche noch an ihm zu hangen gehabt auch, vielleicht auch noch schwer gewesen, und, und zu großes Wasser ist gegangen – ist er halt nicht mehr herausgekommen.“
     (1) Ruoff/Gabriel 2003: 64ff
 2   (2) „(...) ja-ja. Ist er halt in Bludenz draußen gelegen, als Toter - „