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Veltliner Hüsle

Veltliner Hüsli

Da, wo die alpinen Wege aus dem Montafon, Paznaun und dem Unterengadin aufeinanderstoßen, da steht über Jahrhunderte eine Hütte, über drei Meter hoch. Im Eingangsraum macht man Feuer, mit den Kohleresten und der Asche planiert man immer wieder den Boden des dahinterliegenden Raumes neu, ein Raum übrigens, der mit Wandmalereien geschmückt ist, mit Gewinden mit Blumen und Früchten. Ob die Hütte nur für die Hirten oder auch für Zöllner diente, ob hier Säumer und andere Handelsleute bewirtet wurden, das weiß man heute nicht mehr. Sicher ist aber, dass die Hütte über Jahrhunderte Schutz bieten sollte vor der Witterung. Aber dann verschlechterte sich das Klima, die Gletscher wuchsen, und die Hütte blieb bald leer. Hütte zu. Und als sich die Gletscher zurückzogen, versank die Hütte alsbald im Wasser, in den Fluten des Silvretta-Stausees. Einmal noch tauchte das legendäre Veltliner Hüsli aus den Fluten und der Geschichte auf. Besser gesagt, die Fluten gaben das Häuschen frei, als im Jahr 2010 die Staumauer saniert und der See abgelassen wurde. Daraufhin machten sich die Archäologen ans Werk – und staunten. Mächtige Ablagerungen aus Sand, angereichert mit modernen Fischereigeräten, bildeten eine Sedimentschicht, in der sich die Ruinen des Veltliner Hüsli seit dem ersten Vollstau des Sees im Jahr 1943 gut erhalten haben. Aber eben, eine Ruine war das Veltliner Hüsli schon lange bevor der See aufgestaut wurde. Während der kleinen Eiszeit von 1560 bis 1850 waren die Silvretta-Gletscher angewachsen und hatten zusehends den Weg über den nahen Futschölpass ins Unterengadin beeinträchtigt. Bereits 1595 bemerkte ein Beamter, dass sich die Gletscher «von Jar zu Jar ye lenger ye mehr, nit alleinwilder, kelter und schärffer, sondern auch mit zerspaltung, aufwerfung und weitrung der Kliffter» zeigten. Ab dem 19. Jahrhundert versiegten, bis auf den Schmuggel, die Warenströme über die Pässe gänzlich, die Güter wurden nun auch in der Eisenbahn um die Silvretta herum befördert statt über die Pässe gesäumt. Das Veltliner Hüsli zerfiel. Von den früheren Besitzern und Gästen kündete bald nur noch ein Stein mit der Inschrift: «Stainsperger Grundt und Boden». Das Veltliner Hüsli gehörte also den Steinsbergern, den Leuten aus dem Unterengadiner Ort Ardez. Mittlerweilen ist das Veltliner Hüsli wieder versunken. Der Inschriftenstein aber, der kann im Alpinarium, dem alpinen Erlebnismuseum in Galtür, besichtigt werden.