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Vermuntsee

Stausee Vermunt

Über Jahrhunderte ertönen auf Vermunt Glockenklänge und Hirtenrufe, doch 1925 setzt das Hämmern von Pressluftbohrern ein, und Detonationen von Dynamitladungen erschüttern die Alpenidylle. Gerade erst, im 19. Jahrhundert, hat man die Alpen zum Sehnsuchtsort und Fluchtpunkt fern der neuen industriellen Hektik erklärt. Aber jetzt werden auf Vermunt ganze Weiden unter Wasser gesetzt, Weiden, auf denen noch wenige Jahre zuvor 700 Schafe, 60 Kühe und Rinder grasten. Der Wandel von der Alp- zur Energiewirtschaft vollzieht sich rasant: 1925 beginnen die Bauarbeiten, 1930 wird das Werk in Betrieb genommen, noch bevor 1931 der See mit seinem Nutzinhalt von 5,3 Millionen Kubikmeter erstmals voll aufgestaut wird. Das Vermuntwerk in Partenen, wo das Wasser aus dem See auf vier eindüsige Turbinen trifft, produziert 1931 bereits 80 MW und ist damit zu dieser Zeit das grösste Wasserkraftwerk Österreichs.

 

Für den Bau der 50 Meter hohen Talsperre hat man umfangreiche betontechnologische Versuchsreihen durchgeführt. Die sich selbst stützende Mauer, eine sogenannte Gewichtsstaumauer, wurde daraufhin nicht in der damals vorherrschenden Gussbetontechnik erbaut, sondern mit erdfeuchtem, mit Pressluftstampfern verdichtetem Beton. Die Vermunt-Anlage mit dem Maschinenhaus in Partenen, dem Wasserschloss in Trominier und dem Stausee auf dem ehemaligen Alpgebiet bildete aber nur den Auftakt für die energiewirtschaftliche Erschließung der Region. Zwischen 1938 und 1943 wird das Obervermuntwerk gebaut, das die Wasserressourcen des neuen Stausees Silvretta nutzt: Im mächtigen Maschinenhaus am Ufer des Vermuntsee trifft das Wasser aus dem Silvrettasee ab 1943 auf riesige 19-MVA-Drehstromgeneratoren, die größten bis dahin in Österreich gefertigten Wasserkraftgeneratoren.

 

Beide Werke sind inzwischen modernisiert worden und haben eine noch höhere Leistung. Der Wandel von der Alp- zur Energiewirtschaft brachte aber bereits 1943 ein vollkommen neues, lineares Element in die Berge. Seither ziehen sich Druckrohre oft schnurgerade durch die Gebirgslandschaft, ganz im Unterschied zu den alten Bergwegen und Saumpfaden mit ihren Kehren, Kurven und Windungen. Selbst die 1954 eröffnete Silvretta-Hochalpenstraße windet sich zur Überwindung der Höhenunterschiede noch auf 25 Kilometern Länge in 32 Kehren über die Bielerhöhe hinweg.