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Zeinisjoch

Zeinisjoch

Beidseits dieses Jochs, befindet man im 19. Jahrhundert, sind elende Nester, Partenen im Westen, Galtür im Osten. Und das, obwohl man schon seit Jahrhunderten über diesen Pass geht, der eine der wichtigsten Handelsverbindungen zwischen dem Rheintal und dem Vinschgau darstellt. Sollte das nicht ein wenig Wohlstand ergeben? Im 19. Jahrhundert beschleunigen sich Handel und Zeit gleichermaßen. Bald nutzt man lieber die neuen, durch möglichst ebene Regionen verlaufenden Straßen als die alten und steilen Saumpfade durchs Gebirge. Der Weg übers Zeinisjoch stellt somit keine konkurrenzfähige Route mehr dar. Selbst im Montafon unten gibt´s ja bis 1810 wenig mehr als Saumpfade, das Paznaun erhält sogar erst 1887 eine Straße. Und dass das Zeinisjoch den Ansprüchen des überregionalen Handels und Verkehrs nicht mehr genügen kann, zeigt sich, als ein durchreisender Oberst seine Kalesche vom Zeinisjoch aus sogar abseilen lassen muss, um ins Montafon hinab zu gelangen...

Schwierigkeiten boten dem Oberst aber nicht nur die fehlende Straße, sondern auch eine von der Eiszeit geschaffene Situation: Das Zeinisjoch ist ein sogenannter Transfluenzpass. Hier drückten sich die Eismassen aus dem höher gelegenen Paznaun förmlich ins Montafon hinab, wodurch das Zeinisjoch seine steile Westseite erhielt. Ein nacheiszeitliches Erbe drückt sich auch im Namen «Zeinis» aus, was so viel bedeutet wie «Sumpfgras» oder «fettes Weidegebiet». Entsprechend erschienen auf dem Joch mit seiner von den Gletschern geschaffenen See- und Sumpflandschaft auch Hirten, um das Vieh zu sömmern. Die Abgaben dafür hatten sie im Mittelalter allerdings noch weit über die Berge zu entrichten. Das Gebiet gehörte ursprünglich den Edlen von Tarasp im Unterengadin, dann dem Kloster in Scuol und daraufhin dessen Nachfolger, dem Kloster Marienberg im Vinschgau. Auf Zeinis mit seinem fetten Weidegras verweilten aber nicht nur die Kühe gern. «Alda ist jederzeit ain Tafern wegen der durchraisennden Leut gewest», heisst es bereits 1620. Eine Taverne, respektive ein Gasthaus, gibt´s heute noch auf dem 1842 Meter hohen Joch, das auch die Wasserscheide zwischen Rhein und Donau bildet. Über das Zeinisjoch verläuft zudem, wie schon 1620 amtlich beglaubigt wird, auch die «Marckh allen Grädten nach», die Grenze zwischen Vorarlberg und Tirol. Und beim sogenannten Rearkapelli trennten sich unter Tränen auch die Wege der Paznauner von ihren «Schwabenkindern», die wegen der Armut zur Saisonarbeit nach Deutschland hinaus geschickt wurden.