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septimo 2019 - „Die Fremden kommen ...“

Der kulturelle Erntemonat im Montafon

Der siebte kulturelle Montafoner Erntemonat septimo widmet sich ganz der Entwicklung und Geschichte des Tourismus in der südlichsten Talschaft Vorarlbergs. Hintergrund dafür ist einerseits das 70. Jubiläum der talweiten Organisation „Montafon Tourismus“, andererseits aber zugleich die immer dringender werdende Frage nach den Grenzen der
touristischen Nutzung in einer alpinen Region.

Das Zitat «Der Tourismus zerstört das, was er sucht, indem er es findet » von Hans Magnus Enzensberger bringt diese Zwiespältigkeit treffend auf den Punkt. Der Titel „Die Fremden kommen…“ stellt eine Reminiszenz an die traditionelle Bezeichnung der Gäste als „Fremde“ dar. Dem entsprach der „Fremdenverkehr“ mit den „Verkehrsbüros“ und den „Verkehrsvereinen“, die lange Zeit das Rückgrat der vielfältigen touristischen Struktur im Montafon bildeten. So steht bei zahlreichen Programmpunkten die frühe Geschichte des Tourismus, die eng mit den Begriffen Alpinismus und Sommerfrische verbunden ist und einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung mit sich brachte, im Fokus.

Zugleich verweist das septimo-Motto auf den Umstand, dass ein erheblicher Teil der Beschäftigten im Dienstleistungssektor nicht aus dem Tal stammt, sondern als Saisonarbeitskräfte ins Montafon migriert. Vor allem Menschen aus Deutschland, Ungarn, der Slowakei, den Nachfolgestaaten Jugoslawiens und auch aus „Innerösterreich“ kommen hierher, um im Tourismus zu arbeiten: Als Kellnerinnen und Skilehrer, in den Hotelküchen, an den Liftstationen und Rezeptionen stellen sie in der Hochsaison einen erheblichen Teil der Talbevölkerung und sorgen für reibungslose Abläufe. In einem Europa, das sich immer enger zusammenschließt, und in einer Region, die auf Arbeitskräfte von außen angewiesen ist, werden sie völlig anders wahrgenommen als jene MigrantInnen, die kommen, um zu bleiben.

Für die – begrenzte – Dauer ihres Aufenthalts sind sie herzlich willkommen.

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Ausstellung Hans Trippolt | © Montafoner Museen, Johann Trippolt

Ausstellungen & Museumsangebote

Ausstellungen zum Künstler Hans Trippolt, zum SilvrettAtelier sowie zur Maisäßbaukultur werden im Rahmen von septimo eröffnet. Darüber hinaus wird in den Museen ein vielfältiges Programm an Führungen, Workshops und Kursen angeboten.

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Both Töchter Saarbrücker Hütte 1948 | © Montafoner Museen, Montafon Archiv

Gesprächsabende & Vorträge

An mehreren Abenden stehen Gespräche mit Montafonerinnen auf dem Programm. Sie geben Einblicke in ihr Leben, ihre Arbeit und verschiedene Perspektiven auf das Montafon. Vorträge und kleine Symposien zum Schwerpunkt Alpin- und Tourismusgeschichte bieten einen wissenschaftlichen Zugang zum Thema.

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© Montafoner Museen

Architektur & Baukultur

Die traditionelle Baukultur des Montafons steht mehrfach im Fokus des septimo. Einerseits werden Gebäude mit dem Signet "Montafoner Baukultur" gekennzeichnet, andererseits werden mehrere interessante Objekte zugänglich gemacht und mit Experten erkundet. 

 

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© Montafoner Museen

Musik & Film

Im Rahmen der Reihe "Kino im Museum" nähern wir uns dem Thema Tourismus, Berglandwirtschaft und Globalisierung mit einem ganz anderen Format. Der Orgelschwerpunkt der Montafoner Resonanzen verweist hingegen auf einen der Montafoner Alpin- und Tourismuspioniere: den Gaschurner Frühmesser Franz Josef Battlogg.

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Theater & Literatur

Die Theaterinszenierungen "Bus" und "HAUS" thematisieren zwei zentrale Problemfelder der Gegenwart: Mobilität und Siedlungsentwicklung. An besonderen Orten werden diese Aspekte auf die Bühne gebracht. Außerdem gibt es erstmals einen Literaturschwerpunkt, bei dem zeitgenössische Autoren ebenso zur Sprache kommen wie der einstige Montafon-Besucher Ernest Hemingway.
 

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Exkursionen, Spaziergänge & Wanderungen

Die Montafoner Natur- und Kulturlandschaft kann im Rahmen von zahlreichen Exkursionen erlebt werden. Alle Besucherinnen und Besucher sollen dabei geistig und körperlich in Bewegung kommen.

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