Von Gortipohl auf den Grappeskopf

Schwer
Bergsteigen · Gortipohl
07:45 h Dauer
16,8 km Länge in km
2254 m Höchster Punkt
906 m Tiefster Punkt
1454 hm Aufstieg
1454 hm Abstieg
Schwierigkeit

Tourbeschreibung

Konditionell anspruchsvolle Rundtour von Gortipohl über den Balbierwasserfall, das Maisäß Manigg und die Alpe Netza auf den 2.206 Meter hohen Grappeskopf.

Vom Dorf führt Dich diese ausgedehnte Bergtour zunächst am Balbierwasserfall vorbei und steil hinauf in die Maisäß- und Alplandschaft über Gortipohl. Hinter der Alpe Netza öffnet sich das Tal immer weiter, bevor Du über aussichtsreiche Höhen zum Grappeskopf gelangst. Der Abstieg über Sasarscha schließt eine abwechslungsreiche Runde, die vom Talboden bis in die alpine Landschaft des Verwall führt.

Ausgangspunkt - Wegbeschreibung - Endpunkt

Ausgangspunkt

Kuratie-Kirche Gortipohl

Wegbeschreibung

Von der Kuratie-Kirche Gortipohl gehst Du zunächst bergwärts in Richtung Balbierwasserfall. Über den Allmeinweg und vorbei am Spielplatz erreichst Du den Balbierbach. Schon nach kurzer Zeit wartet mit dem Balbierwasserfall einer der markantesten Punkte der Tour.

Nach dem Wasserfall beginnt der erste fordernde Abschnitt. Auf einem schmalen Weg steigst Du durch lichten Fichtenwald und über kleinere Lichtungen steil bergwärts. Dabei gewinnst Du auf wenigen Kilometern viele Höhenmeter und erreichst das Maisäß Manigg auf rund 1.350 Metern.

Weiter oben wird das Gelände offener. Du wanderst hinauf zur Alpe Netza auf rund 1.850 Metern. Hinter der Alpe verändert sich die Landschaft deutlich: Der breite Talboden rund um den Balbierbach, alpine Matten und der Blick zum Valschavieler Maderer bestimmen nun das Bild. Je nach Jahreszeit sind kleinere Bachläufe zu queren.

Du folgst dem Tal weiter bergwärts zum Austenboden und erreichst anschließend einen breiten Höhenrücken. Hier hältst Du Dich in Richtung Grappeskopf. Die Route steigt zunächst noch einmal an und erreicht auf dem Grat oberhalb des Austenbodens ihren höchsten Punkt. Anschließend führt der Weg über den Höhenrücken beziehungsweise um den Zapfkopf herum zum Grappeskopf auf 2.206 Metern.

Am Gipfel öffnet sich ein weiter Blick über Gortipohl und St. Gallenkirch sowie auf die umliegenden Berggruppen des Verwall, der Silvretta und des Rätikon.

Für den Rückweg steigst Du auf der Südseite des Grappeskopf zunächst steil durch den Bereich der Lawinenverbauungen ab. Weiter unten erreichst Du eine Forststraße, der Du in Richtung Maisäß Sasarscha folgst. Von dort führt ein schmalerer Weg weiter talwärts, bis Du wieder auf die Aufstiegsroute triffst.

Auf dem bereits bekannten Weg wanderst Du schließlich zurück nach Gortipohl zur Kuratie-Kirche.

Endpunkt
Kuratie-Kirche Gortipohl

Anreise zum Ausgangspunkt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit dem Landbus Montafon und der Montafonerbahn bist Du im Tal bequem und flexibel unterwegs. Bahn und Bus verbinden die Ortschaften regelmäßig, je nach Strecke im Halb- oder Stundentakt. Deine passende Verbindung findest Du HIER. Haltestelle dieser Tour: Gortipohl Zentrum.

Mit dem Auto:
Auf der A14 bis zur Ausfahrt Bludenz/Montafon fahren und anschließend der Montafonerstraße L188 taleinwärts bis Gortipohl folgen. Im Ortszentrum biegst Du in die Alte Landstraße ein und folgst dieser in Richtung Kuratie-Kirche. Beim Familienzentrum in unmittelbarer Nähe zur Kirche stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Wichtige Hinweise

Die Tour ist technisch nicht extrem, sollte aufgrund ihrer Länge und der vielen Höhenmeter aber keinesfalls unterschätzt werden. Sehr gute Kondition und Trittsicherheit sind erforderlich.

Der erste Aufstieg oberhalb des Balbierwasserfalls ist über längere Abschnitte sehr steil. Auch beim Abstieg vom Grappeskopf durch die Lawinenverbauungen ist besonders bei Nässe Vorsicht geboten.

Im oberen Bereich ist die Orientierung stellenweise anspruchsvoller als auf klassischen, stark frequentierten Wanderwegen. Nimm geeignetes Kartenmaterial beziehungsweise eine aktuelle digitale Tourenkarte mit und bleibe auf der vorgesehenen Route. Eine ältere Tourenbeschreibung weist insbesondere im Bereich oberhalb der Alpe Netza auf teilweise schwache Markierungen hin.

Auf der Tour gibt es keine verlässliche bewirtschaftete Einkehrmöglichkeit. Nimm deshalb ausreichend Getränke und Verpflegung für einen langen Bergtag mit. Auch die Netzaalpe wird bei der bestehenden Montafon Tour ausdrücklich ohne Bewirtung geführt.

Informiere Dich vor dem Start über die aktuellen Wetter- und Wegverhältnisse. Bei Gewitterneigung, schlechter Sicht oder Nässe solltest Du die Tour nicht unternehmen.

Tipps

Balbierwasserfall: Gleich zu Beginn lohnt es sich, kurz stehen zu bleiben. Der Balbierbach stürzt hier über eine markante Felsstufe ins Tal und bildet einen eindrucksvollen Auftakt für die Tour.

Netza nicht nur als Durchgang betrachten: Hinter der Alpe öffnet sich eine überraschend weite und ruhige Landschaft. Gerade der Kontrast zwischen dem steilen Waldaufstieg und dem offenen Alpgebiet macht den Reiz dieser Tour aus.

Früh starten: Rund 1.500 Höhenmeter machen den Grappeskopf zu einem ausgewachsenen Bergtag. Ein früher Start schafft Reserven für Pausen, Wetteränderungen und den langen Abstieg.

Blick zurück: Vom Grappeskopf lohnt sich besonders der Blick hinunter nach Gortipohl und St. Gallenkirch. Erst von hier oben wird sichtbar, wie weit Du Dich vom Talboden nach oben gearbeitet hast.

Eigenschaften
Routentyp Bergsteigen
Schwierigkeit Schwer
Start Ortsmitte
Ziel Ortsmitte
Höhenprofil
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez