Montafoner Theaterwanderung

Eine Landschaft wird zur Bühne. Geschichte wird erlebbar.
Mit der Theaterwanderung „Grenzerfahrungen am Zauberberg“ verbindet das Ensemble teatro caprile eindrucksvolles Schauspiel mit der alpinen Landschaft des Montafon. Ein außergewöhnliches Erlebnis, das Natur, Zeitgeschichte und aktuelle Fragen miteinander verknüpft.

Grenzerfahrungen am Zauberberg

Auch im Sommer 2026 wird das Montafon wieder zur Bühne der besonderen Art. Mit „Grenzerfahrungen am Zauberberg“ setzt das Ensemble teatro caprile seine erfolgreichen Theaterwanderungen im Hochgebirge fort und lädt dazu ein, Geschichte aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Auf rund 1.500 Metern Seehöhe unterhalb der Madrisa erwarten Dich 14 Stationen und 16 Szenen. Begleitet von erfahrenen Montafoner Wanderführerinnen und Wanderführern wanderst Du etwa fünf Stunden durch die alpine Landschaft. Unterwegs wird der Weg immer wieder zur Bühne: In eindrucksvollen Spielszenen verschmelzen Natur, Zeitgeschichte und Gegenwart zu einem vielschichtigen Gesamterlebnis.

Im Mittelpunkt stehen historische Ereignisse, gesellschaftliche Spannungsfelder und die Frage, was es bedeutet, Grenzen zu überschreiten – geografisch, ideologisch oder persönlich. So entsteht eine Theaterwanderung, die bewegt, zum Nachdenken anregt und lange nachwirkt.

Termine 2026

  • 17./18./19. Juli 2026
  • 21./22./23. August 2026
  • 28./29./30. August 2026
© Stefan Michael Kothner;Virtualview.at

Wenn die Landschaft zur Erzählerin wird

Die Maisäßlandschaft rund um Gargellen ist nicht bloß Kulisse – sie ist Teil des Erzählens. Wetter, Wind, Licht und Topografie wirken als dramatische Elemente mit. Die Szenen kreisen um Grenzerfahrungen zwischen Natur und Zivilisation, Erinnerung und Verdrängung, Aufbruch und Stillstand. Du begegnest Lebensgeschichten von Flucht, Widerstand und Sehnsucht – manchmal dokumentarisch belegt, manchmal poetisch verdichtet.

MEHR ZUR WANDERROUTE

Grenzgänge zwischen Flucht, Identität und Erinnerung

„Grenzerfahrungen am Zauberberg“ basiert auf historischen Quellen, Zeitungsartikeln sowie literarischen Texten. Das Ensemble teatro caprile verbindet diese mit Tanz und Schauspiel zu einer vielschichtigen Theaterwanderung, die Gargellens Entwicklung vom abgelegenen Bergdorf zur Tourismusdestination nachzeichnet und den Ort als Grenzraum für Waren, Ideen und Menschen erlebbar macht.

Der Titel nimmt Bezug auf Thomas Manns Roman Der Zauberberg. Gargellen wurde über viele Jahre als „das österreichische Davos“ bezeichnet. Auszüge aus Manns Werk eröffnen dabei eine zusätzliche Perspektive auf Fragen von Krieg, Gesellschaft und Menschlichkeit.

Auch der österreichisch-amerikanische Komponist Ernst Krenek, der 1934 im Hotel Madrisa zu Gast war, und die Historikerin Lucie Varga, die 1935 in Gargellen forschte, finden Eingang in die Inszenierung. Ihre Texte und Beobachtungen eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf den gesellschaftlichen Wandel, den aufkommenden Tourismus und die politischen Entwicklungen der 1930er-Jahre.

So entsteht eine Theaterwanderung, die historische Ereignisse, literarische Stimmen und die alpine Landschaft miteinander verbindet und zeigt, wie sich in Gargellen die großen Fragen Europas im Kleinen widerspiegeln.

Das Ensemble teatro caprile

Das 1993 gegründete Ensemble teatro caprile steht für eigenwillige Theaterformate, außergewöhnliche Texte und Inszenierungen abseits des Mainstreams. Besonders prägend sind ortsspezifische Produktionen, bei denen Landschaften, Räume und ungewöhnliche Spielorte selbst Teil des Bühnengeschehens werden.

Mit großer dramaturgischer und schauspielerischer Präzision verbindet das Ensemble Literatur, Zeitgeschichte und Gegenwart zu intensiven Theatererlebnissen. Dabei entstehen Inszenierungen, die nicht bloß einen Ort bespielen, sondern seine Geschichte, Atmosphäre und Widersprüche sichtbar machen.

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Die Schauspieler

Andreas Kosek

Wiener, Jahrgang 1959, abgeschlossenes Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik; Schauspieler und Regisseur, Mitbegründer des „teatro caprile“ (1993)

Einige andere Engagements:

  • Theater Jetzt, Pécs „Loriot“;
  • Ensemble „Tinte & Kaffee“ Wien;
  • Budapester Ensemble „Der zerbrochene Krug“;
  • Gemeindebautheater Wien „Frühere Verhältnisse“;
  • Österr. Länderbühne, „Frühlings Erwachen“;
  • Schlesisches Theater Kattowitz „Badenheim“;
  • Ludowy-teatr Krakau/Künstlerhaus Wien „Antigone in New York“;
  • Theaterbrett „Der gute Gott von Manhattan“;
  • FILM: „Julius Madritsch – ein Gerechter unter den Völkern“ (Buch/Regie: Piotr Szalsza);
  • „Karl der Große“ (Rolle: Papst Zacharias);
  • „Tom Turbo“; „Der Berg, der See, DIE KUH“ (Buch/Regie: Robert Polak) u.a.

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Katharina Grabher

Grüaß Di,
ich bin Katharina Grabher, geboren 1959 in Feldkirch, ausgewandert nach Wien und als Schauspielerin mit vielen verrückten Ideen zurückgekommen nach Vorarlberg.

Film- und Theaterengagements lassen mich zwischen Wien und meinen Lieblingsplätzle in Montafon und im Walgau pendeln. Gemeinsam mit engagierten KollegInnen aus Vorarlberg und Wien
wurde vor mehr als einem Vierteljahrhundert die Gruppe teatro caprile (Ziegenstall) gegründet und steht seither für packende und außergewöhnliche Theaterformate in Vorarlberg, Wien und dem Rest der Welt.
„Und wenn ich mal groß bin, dann werde ich mit einer Ziegenherde durch die Berge ziehen“, das war schon das Motto meiner Kindheit, das  auf transformierte Weise seit nunmehr 9 Jahren in der Montafoner Theaterwanderung umgesetzt wird.

Mehr über mich unter: katharina-grabher.at

Roland Etlinger

Servus,

meinen Eltern gefiel der Name "Roland", meine Wiege wurde am 06.06.1959 in Feldkirch aufgestellt und die „Freuden-schaft Theater“ war schon in früher Kindheit bestimmend. Der Lebensplan verlangte eine Variante und so wurde das Tischlerhandwerk mit Meisterprüfung und in Folge die Wirren der Architektur als Brotberuf erklärt.

Das Spiel mit Gefühlen-, Seele und Geist hat mich nie losgelassen. Hier hat mein Sternzeichen -Zwilling- voll durchgeschlagen. Mit vielen Persönlichkeiten durfte ich im Landestheater Vorarlberg (Holzfällen, Zeit der Wirren), teatro caprile (auf der Flucht, Riccabona, Wacker), shakespear das theater (der Besucher) H.J. Ellensohn (Roth sieht Rot), anart  (der wunderbare Massenselbstmord, Gaststubentheater) und verschiedenen Kleinbühnen vor den „Vorhang“ treten.

Als Autor, Dramaturg und Regisseur war meine Erfahrung mit dem Jugendtheater "Blickwinkel" eine unvergesslich schöne Zeit.

Und weil ich mir gerne zuhöre, vervollkommnen diverse Lesungen meine Lust zu engem Kontakt mit interessiertem Publikum.

Ildikó Eszter Frank

Ich lebe in Pécs, Südungarn, und das ist meine erste outdoor-Theaterarbeit in den Bergen. Seit meiner Diplomprüfung an der Uni in Temeswar spiele ich hauptsächlich in deutscher Sprache, zuerst an der Deutschen Bühne Ungarn, die ich auch 14 Jahre leitete, nun seit 6 Jahren als freischaffende Theatermacherin. Mit teatro caprile habe ich seit 2010 Kontakt, als sie meiner Einladung zu einem Festivalauftritt in Szekszárd/Ungarn nachgekommen sind. Seit 2018 arbeiten wir enger zusammen. 

Ruth Grabher

Ruth Grabher ist Tänzerin und Mitglied des Podiums für Improvisationskunst sowie bei netzwerktanz. Als Tänzerin wirkte sie u.a. in „Jagdzeit“ von Gundi Ellert (R: Andreas Marent, ÖEA), „Lantana“ am Landestheater Bregenz von Andrew Bovell (R: Steffen Jäger) und „Jägerstätter“, Rankweil ( R: Brigitta Soraperra) mit.

  • Sie bewirtschaftet einen Biobauernhof in Feldkirch.
  • Als Tänzerin und Schauspielerin wirkte sie bereits bei etlichen Produktionen des teatro caprile wie z.B. „Ski Labor Lech“, „Montevideo“ und „Der Fall Riccabona“ mit.

Mark Német

Geboren 1961 in Wien, abgeschlossenes Studium der KSA (Kultur und Sozialanthropologie), immer wieder als Schauspieler in kleinen Rollen aktiv gewesen, genießt er seine sommerlichen Auszeiten als Schauspieler des Ensembles der Theaterwanderung und wirkt bei der Rucksacklesung mit. Mark ist das wandelnde Lexikon der Theatergruppe, beschlagen in allen historischen Fragen und der spiritus rector von teatro caprile.

Die Theaterführerin

Margit Ganahl

Das Bergdorf wo ich lebe und liebe

Grüaß Di. Ich heiße Margit, lebe seit 35 Jahren im schönen Bergdorf Gargellen und arbeite seit knapp 20  Jahren in der Tourismusinfo Gargellen.
Jahr für Jahr darf ich die Veranstaltung "Montafoner Theaterwanderung" begleiten und gehöre hier schon zum festen Inventar. Bei so einer Wanderung solltest Du unbedingt einmal dabei gewesen sein. Nicht nur ich, sondern auch die Gäste sind immer wieder aufs Neue davon beeindruckt.

Rückblick: "Auf der Flucht"

Die vorherige Theaterwanderung „Auf der Flucht“ begeisterte ein Jahrzehnt lang das Publikum mit fast 100 ausverkauften Vorstellungen und wurde 2016 mit dem Vorarlberger Tourismus Innovationspreis ausgezeichnet.

Auszeichnungen & Presseberichte

Ein kleiner Auszug der zahlreichen Presseberichte zu der Montafoner Theaterwanderung "Auf der Flucht"

  • Die Neue (Jahr 2017)
  • Vorarlberger Nachrichten (Jahr 2018)
  • Kirchen Blatt (Jahr 2018)
  • Kirchenzeitung Speyer (Jahr 2019)
  • Rheinische Post (Jahr 2019)