Montafoner Hüttenrunde
Tourbeschreibung
Die Montafoner Hüttenrunde verbindet in 13 Etappen die unterschiedlichen Bergwelten des Montafon – vom stillen Verwall über die hochalpine Silvretta bis zum eindrucksvollen Rätikon.
Die Hüttenrunde ist eine anspruchsvolle Mehrtagestour für erfahrene Bergwanderer, die das Montafon mit seinen unterschiedlichen Landschaftsräumen intensiv erleben möchten. Von Hütte zu Hütte führt die Route durch die Gebirgszüge Verwall, Silvretta und Rätikon, deren unterschiedliche Charaktere die einzelnen Etappen prägen.
Dabei reicht das Landschaftsspektrum von blühenden Bergwiesen und ursprünglichen Tälern über das schroffe Kristallingestein und die Gletscher der Silvretta bis zu den markanten Kalkformationen des Rätikon. Auch kulinarische Genüsse gehören zur Hüttenrunde: Zahlreiche Hütten entlang der Strecke laden zur Einkehr und Übernachtung ein.
Wichtig: Bei dieser anspruchsvollen Mehrtagestour solltest Du Deine persönlichen Tagesetappen sorgfältig planen und die Übernachtungen auf den Hütten frühzeitig reservieren.
Was ist das Alpenmosaik Montafon?
Das Alpenmosaik Montafon macht die landschaftliche Vielfalt der Region erlebbar. Die vier Erlebnisräume Verwall, Silvretta, Rätikon und Tal eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Natur, Landschaft und Kultur.
Weitere Informationen zum Alpenmosaik Montafon findest Du HIER.
Ausgangspunkt - Wegbeschreibung - Endpunkt
Ausgangspunkt
beliebig entlang der 13 Etappen
Wegbeschreibung
Etappe 1: Silbertal bis Wormser Hütte
Vom Zentrum in Silbertal führt Dich der Weg durch den Schattenwald zur Innerkapellalpe. Von dort geht es weiter bergauf zum Aussichtspunkt Surblies auf 1.985 Metern. Vorbei an mehreren Bergseen erreichst Du schließlich die Wormser Hütte.
Gehzeit: ca. 4:15 Std. / Strecke: ca. 8,6 km / Aufstieg: 1.429 hm / Abstieg: 8 hm
Etappe 2: Wormser Hütte bis Neue Heilbronner Hütte
Von der Wormser Hütte führt der Weg zunächst hinauf zum Kreuzjoch und anschließend hinunter zur Furkla. Danach geht es leicht ansteigend zum Wormser Törl und weiter zum Roßbergjoch. Auf weiteren Auf- und Abstiegen führt Dich der Weg unterhalb des Valschabieler Maderers durch die alpine Hochlandschaft. Für den letzten Abschnitt empfiehlt sich die Variante über das Gaschurner Winterjöchle mit Kessisee und Valschavielsee. Etwas kürzer ist der Weg über das Valschavieljöchle.
Gehzeit: ca. 8:30 Std. / Strecke: ca. 22,2 km / Aufstieg: 1.346 hm / Abstieg: 1.341 hm
Etappe 3: Neue Heilbronner Hütte bis Madlenerhaus
Von der Neuen Heilbronner Hütte führt Dich der Güterweg zur Verbellaalpe und weiter zum Kopssee. Dort beginnt der Vallülaweg. Der anspruchsvollere Anstieg führt zunächst zum idyllisch gelegenen Vallülasee und weiter zum oberen Bergsee. Zwischen der Vallüla und der Kleinen Vallüla geht es über große Felsblöcke bergauf bis zum Joch. Vom Wegweiser am Joch erreichst Du die Bielerhöhe in rund 1,5 Stunden. Beim Kopssee besteht die Möglichkeit, den Abschnitt über den Vallülaweg mit dem Bus von der Haltestelle Kops Gasthaus Zeinisjoch bis zum Silvrettasee zu umfahren.
Gehzeit: ca. 8:15 Std. / Strecke: ca. 18,3 km / Aufstieg: 928 hm / Abstieg: 1.192 hm
Etappe 4: Madlenerhaus bis Wiesbadener Hütte
Die Etappe führt Dich in einem weiten Bogen um das Hohe Rad. Vom Silvrettasee geht es zunächst entlang des Seeufers und anschließend ins Bieltal. Umgeben von knapp 3.000 Meter hohen Bergen wanderst Du dem Radsattel entgegen. Vorbei am Radsee erreichst Du den Radsattel mit seinem eindrucksvollen Blick auf den Ochsentaler Gletscher, den Piz Buin und das gesamte Silvretta-Massiv. Anschließend steigst Du in Richtung Ochsentaler Gletscher zur Wiesbadener Hütte ab.
Gehzeit: ca. 3:35 Std. / Strecke: ca. 7,7 km / Aufstieg: 704 hm / Abstieg: 291 hm
Etappe 5: Wiesbadener Hütte bis Saarbrücker Hütte
Von der Wiesbadener Hütte führt Dich der Güterweg durch das Ochsental zum Silvrettasee. Bei der Mündung der Ill biegst Du links ab und kurz darauf erneut links in Richtung Klostertal und Saarbrücker Hütte. Nach rund einer Stunde zweigt der Weg rechts über den Klostertaler Bach ins Verhupftäli ab. Von dort führt Dich der Weg weiter zum Litzner Sattel. Nach rund 50 Minuten erreichst Du die Saarbrücker Hütte.
Gehzeit: ca. 4:45 Std. / Strecke: ca. 10,7 km / Aufstieg: 798 hm / Abstieg: 706 hm
Etappe 6: Saarbrücker Hütte bis Tübinger Hütte
Von der Saarbrücker Hütte auf 2.538 Metern, der höchstgelegenen Hütte der Montafoner Hüttenrunde, führt Dich der Weg hinauf zur Seelücke. Dabei eröffnet sich ein eindrucksvoller Blick auf den Großlitzner und das Große Seehorn. Der kürzere Weg über den Kromergletscher darf nicht begangen werden, da dort Stein- und Rutschgefahr besteht. Von der Seelücke führt der Weg ins Seetal, vorbei am Seegletscher. Nach rund 45 Minuten geht es wieder bergauf zum Plattenjoch auf 2.728 Metern. Von dort führt der anspruchsvolle Weg weiter zur Tübinger Hütte.
Gehzeit: ca. 2:45 Std. / Strecke: ca. 4,6 km / Aufstieg: 397 hm / Abstieg: 747 hm
Etappe 7: Tübinger Hütte bis Gargellen
Von der Tübinger Hütte führt Dich der Weg über das Mittelbergjöchli und das Vergaldner Jöchli auf 2.515 Metern ins Vergaldnertal. Auf dem Weg befindet sich eine kurze Seilpassage. Von der Vergaldaalpe führt Dich der Weg in rund einer Stunde weiter nach Gargellen zum nächsten Etappenziel.
Gehzeit: ca. 5:00 Std. / Strecke: ca. 12,2 km / Aufstieg: 326 hm / Abstieg: 1.109 hm
Etappe 8: Gargellen bis Tilisunahütte
Vom Ortszentrum in Gargellen führt der Weg vorbei am Hotel Madrisa zur Ronggalpe, der ersten und einzigen Einkehrmöglichkeit dieser Etappe. Weiter geht es zu Unteren und anschließend zur Oberen Röbialpe. Über ein weitläufiges Hochplateau führt der Weg hinauf zum Sarotlajoch. Auf Schweizer Gebiet erreichst Du den Plasseggenpass, wo eine kurze Passage mit einem Drahtseil gesichert ist. Das Panorama wird von den markanten Kalkformationen des Rätikon geprägt. Alte Zollhäuser erinnern an die frühere Schmugglerzeit. Vom Plasseggenpassen führt der Rätikon Höhenweg Nord vorbei an Hochmooren und unterhalb der Steilabstütze von Scheienfluh und Weissplatte zur Tilisunahütte.
Gehzeit: ca. 4:45 Std. / Strecke: ca. 9,8 km / Aufstieg: 1.091 hm / Abstieg: 286 hm
Etappe 9: Tilisunahütte bis Lindauer Hütte
Von der Tilisunahütte führt Dich ein kurzer Anstieg zum Schwarzhornsattel. Über den Bilkengrat mit Blick auf Sulzfluh, Drei Türme und Drusenfluh geht es weiter zur Lindauer Hütte. Auf dem Bilkengrat ist Trittsicherheit erforderlich.
Gehzeit: ca. 2:30 Std. / Strecke: ca. 4,6 km / Aufstieg: 211 hm / Abstieg: 679 hm
Etappe 10: Lindauer Hütte bis Totalphütte
Von der Lindauer Hütte führt der Weg zunächst zur nahegelegenen Sporaalpe. Am Fuß der Kalkberge Drei Türme und Drusenfluh geht es weiter in Richtung Lünersee. Nach rund 450 Höhenmetern beziehungsweise 1,5 Stunden erreichst Du den Öfenpass. Nach weiteren rund 30 Minuten gelangst Du zum Schweizer Tor. Ein altes Zollhäuschen erinnert hier an die frühere Grenz- und Schmugglergeschichte. Rechts vom Schweizer Tor liegen die Kirchlispitzen. Weiter geht es zum Verajoch auf 2.323 Metern. Beim Abstieg kannst Du bereits den Lünersee erkennen. Bei der Lünersee-Alpe biegst Du links ab und folgst dem Weg zur Totalphütte.
Gehzeit: ca. 4:45 Std. / Strecke: ca. 10,6 km / Aufstieg: 1.157 hm / Abstieg: 525 hm
Etappe 11: Totalphütte bis Douglass Hütte
Von der Totalphütte führt Dich der Weg auf einem Pfad hinunter zum Lünersee. Dem Uferweg folgend gelangst Du zur Douglass Hütte.
Gehzeit: ca. 1:10 Std. / Strecke: ca. 3 km / Aufstieg: 19 hm / Abstieg: 454 hm
Etappe 12: Douglass Hütte bis Heinrich Hueter Hütte
Von der Douglass Hütte am Lünersee führt Dich der Weg entlang des Sees durch die eindrucksvolle Berglandschaft des Rätikon. Nach einem leichten Anstieg eröffnet sich Dir ein weiter Blick ins Montafon. Besonders markant ist die Zimba, die aufgrund ihrer charakteristischen Form auch als „Montafoner Matterhorn" bezeichnet wird. Sie begleitet Dich auf dem weiteren Weg bis zur Heinrich Hueter Hütte.
Gehzeit: ca. 2:00 Std. / Strecke: ca. 4,8 km / Aufstieg: 227 hm / Abstieg: 454 hm
Etappe 13: Heinrich Hueter Hütte über Matschwitz nach Latschau
Von der Heinrich Hueter Hütte führt Dich der Weg zunächst zum Alpengasthof Rellstal. Nach einem etwa halbständigen Anstieg geht es gemächlich über die Platzisalpe weiter in Richtung Außergolm. Anschließend folgst Du der Beschilderung nach Matschwitz. Vorbei an der Golmalpe erreichst Du die Maisäßsiedlung Matschwitz. Hier besteht eine Einkehrmöglichkeit im Haus Matschwitz. Über die Kapelle Matschwitz und den Golmer Alpweg gelangst Du schließlich nach Latschau.
Gehzeit: ca. 5:15 Std. / Strecke: ca. 13,5 km / Aufstieg: 491 hm / Abstieg: 1.257 hm
Endpunkt
beliebig entlang der 13 Etappen
Anreise zum Ausgangspunkt
Anreise zum Ausgangspunkt
Da die Montafoner Hüttenrunde aus 13 Etappen besteht, gibt es nicht nur einen klassischen Ausgangspunkt. Die einzelnen Etappen können an unterschiedlichen Stellen begonnen werden.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit dem Landbus Montafon und der Montafonerbahn bist Du im Tal bequem und flexibel unterwegs. Bahn und Bus verbinden die Ortschaften regelmäßig, je nach Strecke im Halb- oder Stundentakt. Deine passende Verbindung findest Du HIER.
Mit dem Auto:
Auf der A14 bis zur Ausfahrt Bludenz/Montafon fahren und anschließend der Montafonerstraße L188 ins Montafon folgen. Für eine mehrtägige Tour kannst Du Dein Auto in Schruns in der Tiefgarage beim Löwen Hotel abstellen und von dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum jeweiligen Einstieg Deiner Etappe weiterfahren. Das Auto kann dort bis zu einer Woche abgestellt werden. Für eine Parkdauer von mehr als einer Woche ist das Löwen Hotel unter +43 5556 7141 oder reservierung@loewen-hotel.com zu kontaktieren.
Wichtige Hinweise
Die Montafoner Hüttenrunde ist eine anspruchsvolle Mehrtagestour für erfahrene Bergwanderer. Je nach Etappe führt die Route durch hochalpines Gelände und über alpine Bergwege. Diese können Sicherungsseile und Tritthilfen beinhalten.
Für die gesamte Tour empfehlen wir Dir gute, knöchelhohe Bergschuhe mit griffigem Profil, ausreichend Verpflegung und Trinkwasser sowie Sonnen- und Regenschutz. Wanderstöcke können auf den zahlreichen Auf- und Abstiegen hilfreich sein.
Besonders wichtig: Informiere Dich vor jeder Etappe über die aktuellen Wegverhältnisse und die Öffnungszeiten der Hütten. Auf einzelnen Abschnitten bestehen besondere alpine Gefahren und alternative Wege dürfen nicht begangen werden.
Tipps
Du kannst auch einzelne Etappen der Montafoner Hüttenrunde wandern, ohne die gesamte Runde zu absolvieren.
Aufgrund der hohen Nachfrage auf den Hütten empfehlen wir Dir, die Übernachtungen frühzeitig direkt bei den jeweiligen Hütten zu reservieren.
Die Etappe zwischen der Neuen Heilbronner Hütte und der Wiesbadener Hütte ist besonders lang. Eine Übernachtung rund um den Silvrettasee, beispielsweise im Silvretta-Haus, im Berggasthof Piz Buin oder im Madlenerhaus, kann bei entsprechender Etappenplanung sinnvoll sein.
Sicherheitstipps für Wandern in Vorarlberg
EN NOTRUF:
EN 140 - Alpine Notfälle österreichweit
EN 144 - Alpine Notfälle Vorarlberg
EN 112 - Euro-Notruf (funktioniert mit jedem Handy/Netz)