Ein Winterdorf aus Schnee

16.12.2025

Ein Winterdorf aus Schnee

ein einzigartiges Erlebnis in Gargellen

Gargellen präsentiert in diesem Winter Schnee in einer ganz besonderen Form

Mit viel handwerklichem Geschick, Kreativität und gemeinschaftlichem Einsatz ist bei der Talstation der Gargellner Bergbahnen ein kleines Winterdorf aus Schnee entstanden. Die temporäre Installation umfasst mehrere Schneehäuser mit Kirche und eine eigens errichtete Bühne aus Schnee. Hier auf diesem Platz wird Schnee zum lebendigen Raum für Fantasie und Spiel. Während den Erwachsenen die vielen Facetten von Schnee zugänglich gemacht werden, können Kinder klettern, rutschen und das Winterdorf spielerisch entdecken – ein Erlebnisraum, der besonders den kleinen BesucherInnen große Freude bereitet und das Winterdorf zu einem Ort für die ganze Familie macht. Was zunächst als Idee begann – dem Schnee als elementarem Bestandteil des alpinen Lebens neuen Raum zu geben – wurde in den vergangenen Wochen zur Realität. Aus ca. tausend Kubikmetern verdichtetem Schnee formten Bildhauer gemeinsam mit dem Team der Gargellner Bergbahnen einen Aufenthaltsbereich, der zum Staunen einlädt.

Schnee-Architektur

Während klassische Architektur auf Konstruktion setzt und einen kontinuierlichen Aufbau beruht, basiert Schnee-Architektur auf dem Gegenteil: dem Abtragen. Zu Beginn entsteht eine große Schneekubatur – ein gewaltiger Haufen verdichteter Masse, der anschließend mit Baggern, Kettensägen, Raspeln und Eisschabern Stück für Stück in Form gebracht wird. Dabei arbeiten die Teams mit Schnee in unterschiedlichsten Aggregatzuständen, denn je nach Witterung, Feuchtigkeit und Temperatur verhält sich das Material völlig anders. Fehlt an bestimmten Stellen die notwendige Kubatur, kommen Schalenelemente und Schneefräsen zum Einsatz, um die benötigten Mengen am
richtigen Ort aufzubauen. 

Die größte Herausforderung besteht darin, die Schneemassen in die Höhe zu bringen und gleichzeitig stabile und akurate Formen zu schaffen, so der
Künstler Daniel Nikolaus Kocher, der das Schneedorf in Form eines 1:100 Modells in seinen Händen hält. Schon im Vorfeld wird der Schnee durch die Pistenmaschine angewalzt, um eine ideale Grundlage für den Feinschliff zu schaffen. Jede Schneestruktur entsteht so im sensiblen Zusammenspiel von Mensch und Natur, denn Schnee ist ein einzigartiger Baustoff – ohne Normen, ohne fixe Werte und stets abhängig von Erfahrung, Fingerspitzengefühl und den Launen des Wetters.

"Der Schnee ist für uns weit mehr als ein Naturphänomen. Er ist Lebensgrundlage, Emotionsträger und ein Stück Identität unserer Region“
Thomas Lerch, Geschäftsführer der Gargellner Bergbahnen

Genau dieser Gedanke spiegelt sich im Winterdorf wider. Die vergängliche Architektur zeigt, was aus dem Zusammenspiel von Natur, Kreativität und Gemeinschaft entstehen kann – beeindruckend, still und zugleich voller Bedeutung. Die Schneekirche dient als Symbol für Ruhe, Rückzug und Besinnung, während die Schneebühne als Ort für kleine Veranstaltungen und musikalische Akzente genutzt wird. Die Schneehäuser laden BesucherInnen ab 28. 12.2025 dazu ein, einzutreten, zu staunen und die besondere Atmosphäre von
gefrorenem Licht, Stille und Struktur zu erleben.