530 PS und Fingerspitzengefühl werden zur Pistenpräparierung benötigt
Was nachts auf unseren Pisten passiert
Wann wird präpariert?
Du hast sicherlich am Abend schon mal das ein oder andere Licht auf der Piste entdeckt. Dort wo Du tagsüber Deine Schwünge ziehst, bewegt sich unser Pistenteam nachts mit 530 PS auf und ab. Zwischen 17:00 und 01:00 Uhr ist der beste Zeitpunkt zur Pistenpräparierung. Dann hat der Schnee noch genug Zeit sich über Nacht zu festigen, ohne dass zu viel Wasser an der Oberfläche gefriert und vereist.
Nach einem langen Skitag braucht nicht nur Dein Körper Ruhe, sondern auch der Schnee. Idealerweise dauert diese Ruhezeit möglichst lange. Diese Ruhephase nennt man Sintern, was so viel bedeutet wie das Verschmelzen, Abkühlen und Festigen der Schneekristalle. Hierbei spielen der Nachtfrost und die Aushärtezeit eine Schlüsselrolle. Je kürzer diese Zeitspanne, desto weicher ist die Piste am nächsten Tag. Und das wiederum bedeutet: schnelle Hügelbildung und Buckelpisten.
Wie viele Pistengeräte sind überhaupt im Einsatz?
Bei uns sind täglich fünf Fahrer im Einsatz, an normalen Tagen beginnt ihr Arbeitstag um 15:00 Uhr. Bevor es ins Gebiet geht, werden (wenn nötig) kleinere Reparaturen durchgeführt, die Stege des Kettenprofils, sowie verschiedenste Hydraulikschläuche und Kabel kontrolliert. Auch Fenster -und Spiegel putzen gehören zu den täglichen Aufgaben. Um 16:15 Uhr findet die letzte Pistenkontrolle statt, danach sind die Pisten offiziell gesperrt und für unsere Fahrer beginnt die Arbeit am Berg.
Unterschieden wird im Übrigen zwischen Solomaschinen und Windengeräten. Winden kommen vor allem dann in den Einsatz, wenn Pisten besonders steil sind. Festgemacht sind die Verankerungen dann beispielsweise im Fels oder mit Betonfundamenten. So ein Stahlseil kann bis zu 1500m lang sein und oft ist die Strecke nur schwer einsehbar.
Wie präpariert man eigentlich?
Eine ideale Piste sollte einige Kriterien erfüllen um ausreichend Sicherheit und Komfort zu gewährleisten: abwechslungsreich, griffig, robust, gleichmäßig präpariert, langlebig, optisch ansprechend und natürlich ohne Eisplatten. Für unser Team ist das aber kein Problem. Zunächst wird der Schnee, den die Skifahrerinnen und Skifahrer tagsüber talwärts geschoben haben mit dem Schild am Pistengerät wieder an Ort und Stelle geschoben. Dann kommt die Fräse am hinteren Teil des Pistengeräts zum Einsatz, um Unebenheiten zu beseitigen und eine möglichst ebene Fläche mit gleichmäßiger Schneeverteilung zu schaffen. Zum Schluss noch glätten et voilá: die Piste ist bereit für einen weiteren Traumtag in Gargellen.